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Arbeiterkammer Wien hat aktuell 1 offenen Job in Wien: Juniorberater:in Arbeitsrecht.
Ein falscher Lohnzettel, eine plötzliche Kündigung, eine strittige Mietabrechnung im Briefkasten: Wer in Wien in solche Situationen gerät, landet oft bei denselben Leuten – den Beraterinnen und Beratern der Arbeiterkammer Wien. Sie ist die gesetzliche Interessenvertretung von rund 900.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in der Stadt, und das seit über hundert Jahren.
Die Arbeiterkammer Wien, offiziell Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien, wurde 1920 gegründet und ist eine Körperschaft öffentlichen Rechts auf Basis des Arbeiterkammergesetzes. Neun solche Länderkammern gibt es in Österreich. Die Wiener ist die größte. Ihr Sitz liegt seit 1960 an der Prinz-Eugen-Straße 20-22 im vierten Bezirk. Was die AK konkret leistet, zeigt sich in den Beratungszentren. Beschäftigte, denen Lohn vorenthalten wird, die Fragen zur Pension haben oder sich gegen eine Kündigung wehren, bekommen dort Auskunft und, wenn nötig, kostenlose Vertretung bis vor Gericht. Österreichweit kamen so 2025 mehr als 2,3 Millionen Beratungen zusammen, und die Kammern holten für ihre Mitglieder 948 Millionen Euro zurück.
Das breite Aufgabenfeld schlägt sich in den Berufen nieder. In den Beratungszentren arbeiten Juristinnen für Arbeits- und Sozialrecht. Im Konsumentenschutz nehmen Fachleute Kreditgebühren und Handytarife unter die Lupe, und die eigene IT-Abteilung entwickelt die Software, mit der der Betrieb läuft. Auch eine sozialwissenschaftliche Bibliothek gehört dazu, mit rund 500.000 Bänden die größte ihrer Art in Österreich. Weiterbildung organisiert die AK nicht nur für ihre Mitglieder, sondern auch für die eigenen Leute, über die hauseigene AKademie. Wie viele Menschen insgesamt für die AK Wien tätig sind, weist die Kammer öffentlich nicht gesondert aus.
Geführt wird die Kammer seit 2018 von Präsidentin Renate Anderl, gewählt wird ihre Ausrichtung alle fünf Jahre über eine Vollversammlung mit 180 Kammerrätinnen und Kammerräten. Als Arbeitgeberin bietet die AK Wien, was eine öffentlich-rechtliche Einrichtung mit langem Bestand mitbringt: geregelte Bezahlung, flexible Arbeitszeiten und ein Betriebsrestaurant im Haus. Und eine Aufgabe, die sich in einem Satz sagen lässt – für jene da zu sein, die sonst allein mit Arbeitgeber, Bank oder Vermieter verhandeln müssten.
Studentische Arbeitsrechtsberatung bei der AK Wien: 15 Wochenstunden an drei fixen Tagen, ab sofort, 1.560 Euro brutto monatlich.
