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An der Universität für Weiterbildung Krems sind die meisten Studierenden längst im Berufsleben. Der Altersschnitt liegt bei 36 Jahren, viele lernen neben dem Job, oft am Wochenende. Bekannter ist das Haus noch unter seinem früheren Namen: Donau-Universität Krems. Es ist die einzige öffentliche Universität im deutschsprachigen Raum, die sich ganz auf wissenschaftliche Weiterbildung konzentriert.
Angefangen hat alles 1994. Ein Jahr später startete der Lehrbetrieb mit 93 Studierenden und drei Lehrgängen. Heute sind rund 6.400 Menschen aus mehr als 100 Ländern inskribiert, gut die Hälfte davon Frauen. Seit der Gründung haben hier über 34.000 einen Abschluss gemacht. Die Grundidee blieb dabei immer dieselbe: Wissenschaft für Erwachsene, die schon mitten in der Karriere stehen.
Geforscht und gelehrt wird in drei Fakultäten. In einem Department geht es um Medizin und Gesundheit, im nächsten um Wirtschaft und Globalisierung, woanders restaurieren Fachleute Kunstwerke oder untersuchen, wie Bildung gelingt. Die Themen liegen weit auseinander, und entsprechend breit ist das Spektrum der Berufe am Campus.
Knapp 740 Menschen arbeiten in Krems an der Donau, mitten in der Wachau und rund eine Autostunde von Wien. Etwa die Hälfte forscht und lehrt. Die andere Hälfte hält den Betrieb am Laufen, vom Studienmanagement über die Bibliothek bis zur IT. Wer hier einsteigt, kommt an eine öffentliche Universität mit drei Jahrzehnten Geschichte und solider Finanzierung: Das Budget lag 2024 bei rund 69 Millionen Euro, gut 60 Prozent davon erwirtschaftet die Uni selbst. Aus Forschungsdrittmitteln kamen zuletzt etwa 12,5 Millionen Euro hinzu.
2025 feierte das Haus seinen 30. Geburtstag. Seit August desselben Jahres führt mit Viktoria Weber erstmals eine Rektorin die Universität.
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