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Zwei Drittel der rund 2.500 Studierenden gehen nebenher arbeiten. Sie sitzen am Abend in der Wohlmutstraße im zweiten Wiener Bezirk in Lehrveranstaltungen über Risikomanagement, Logistik oder Filmproduktion und stehen am nächsten Morgen wieder im Büro. Genau dafür wurde die Fachhochschule des BFI Wien 1996 gegründet, getragen vom Berufsförderungsinstitut Wien als Alleineigentümer. Wer hier arbeitet, lehrt und organisiert für Menschen, die ihre Berufslaufbahn längst begonnen haben.
Das Angebot umfasst zehn Bachelor- und acht Masterstudiengänge rund um Wirtschaft, Management und Finance. Manches davon ist erwartbar, etwa Banking and Finance oder Projektmanagement. Anderes weniger: Wer Film-, TV- und Medienproduktion oder Games Business studiert, lernt am zweiten Standort im Media Quarter Marx. Vier Studiengänge laufen vollständig auf Englisch, die Studierenden kommen aus 59 Nationen, und rund 80 Partnerhochschulen weltweit sowie mehr als 300 Unternehmenspartner tragen Austauschsemester, Double Degrees und Praxisprojekte.
Die Hochschule ist eine gemeinnützige GmbH mit Sitz in Wien und wird von einer Geschäftsführung sowie einem Rektorat geleitet. Das hauptberufliche Team ist überschaubar und liegt nach eigenen Angaben bei etwa 150 Personen; dazu kommen knapp 700 Lehrende, viele davon nebenberuflich aus der Praxis. Im Wintersemester 2023/24 entsprach das Lehrpersonal 164 Vollzeitäquivalenten, darunter rund 60 Professorinnen und Professoren. Neben der Lehre halten Studiengangsorganisation, Admission und IT den Betrieb am Laufen, und in der Forschung arbeitet die FH unter anderem an EU-Themen im Rahmen eines Jean-Monnet-Lehrstuhls.
Didaktik wird hier ernst genommen. Ein Lehrprojekt mit virtuellem EU-Planspiel erhielt im September 2025 den Ars-docendi-Anerkennungspreis, das FIBAA-Siegel für digitale Lehre liegt vor, und dem UN Global Compact gehört die Hochschule seit 2017 an. Für Beschäftigte nennt die FH Gleitzeit ohne Kernzeit, Homeoffice, ein Onboarding-Programm mit Workshops und Feedbackgesprächen sowie das Zertifikat "hochschuleundfamilie". Detaillierte Kennzahlen zur Belegschaft veröffentlicht das Haus nicht. 2026 wird die Fachhochschule 30 Jahre alt.
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