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In St. Ulrich bei Steyr werden Heizkessel geschweißt, die später in Wohnhäusern quer durch Europa Wärme liefern. SOLARFOCUS hat 1993 mit Sonnenkollektoren begonnen und baut heute Pelletkessel, Scheitholzkessel, Wärmepumpen und Speicher. Rund 250 Menschen arbeiten hier, etwa 70 Prozent der Produktion gehen in den Export, in 19 europäische Länder.
Das Angebot ist schnell erklärt: Wer nicht mit Öl oder Gas heizen möchte, bekommt bei SOLARFOCUS die komplette Anlage dafür. Einen Pelletkessel oder Stückholzkessel, eine Luftwärmepumpe der Baureihe vampair, dazu den Pufferspeicher und die Frischwassertechnik für das warme Wasser. Alles aus einem Haus. Verkauft wird in Europa ausschließlich über den Fachhandel, die Außenwirtschaft Austria der WKÖ führt das Unternehmen als einen der führenden europäischen Hersteller von Pellet-, Hackgut- und Scheitholzkesseln in den Leistungsklassen 10 bis 300 kW.
Die Geschichte erklärt, warum das Programm so breit ist. Johann Großauer, Johann Hinterplattner und Johann Kalkgruber starteten 1993 mit Solarkollektoren. 1998 übernahmen sie den Kesselbauer Prüller und holten sich damit das Biomasse-Wissen ins Haus. 2002 zog der gesamte Betrieb an den heutigen Standort in St. Ulrich, ein Areal von rund 30.000 Quadratmetern. 2013 kam eine eigene Gesellschaft im hessischen Lorsch dazu, 2017 der Einstieg in den Wärmepumpenmarkt. Geführt wird SOLARFOCUS heute von Joachim Kalkgruber und Florian Großauer.
Die Berufe liegen entsprechend weit auseinander. In der Kesselfertigung arbeiten Schweißer und Metalltechnikerinnen an den Bauteilen, in der Entwicklung schreibt ein Team die Steuerungssoftware in C# und .NET, und Servicetechniker fahren in ihren Regionen zu den Anlagen beim Kunden. Bezahlt wird nach dem Kollektivvertrag für das Metallgewerbe, mit Aufschlägen je nach Qualifikation und Erfahrung. Lehrlinge bildet das Unternehmen ebenfalls aus, und offene Stellen gibt es nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland, der Schweiz und Frankreich. Die Zahl von rund 250 Beschäftigten stammt vom oberösterreichischen Cleantech-Cluster, eine tagesaktuelle Zahl veröffentlicht die Firma selbst nicht. Am 2. März 2026 erhielt SOLARFOCUS auf der Energiesparmesse in Wels den Innovationspreis EnergieGenie des Landes Oberösterreich für den Systemspeicher hydroCONTROL, der Pufferspeicher, Solarregister, Hydraulik und Frischwasserstation in einem Gerät vereint.
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