


Rund 600.000 Mal rückte allein der Rettungsdienst des OÖ Roten Kreuzes im Jahr 2024 aus. Hinter dieser Zahl steht der Landesverband Oberösterreich des Österreichischen Roten Kreuzes, ein Verein mit Sitz in der Linzer Körnerstraße. Getragen wird die Arbeit von mehr als 24.000 Freiwilligen. Wer hier anfängt, arbeitet selten allein.
Das Rote Kreuz ist in Oberösterreich überall dort präsent, wo Menschen schnell Hilfe brauchen. Über die Notrufnummer 144 organisiert der Landesverband den Rettungsdienst und den Krankentransport; im ganzen Bundesland gibt es dafür 16 Bezirksstellen, von Braunau bis Perg, dazu eine eigene Stelle am Standort der voestalpine. Der Rettungswagen ist aber nur ein Teil der Arbeit. In der Hauskrankenpflege und Heimhilfe kommen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu älteren Menschen nach Hause, der Mahlzeitendienst bringt eine warme Speise vorbei, und die Rufhilfe sorgt dafür, dass im Notfall jemand erreichbar ist. Dazu kommt der Blutspendedienst: Bei 670 Aktionen kamen 2024 rund 55.000 Blutkonserven zusammen, mit denen Spitäler im ganzen Land versorgt werden.
Hinter all dem stehen Menschen mit sehr unterschiedlichen Berufen. Notfallsanitäterinnen und Sanitäter sind das sichtbarste Gesicht der Organisation, aber ohne diplomierte Pflegekräfte, ohne die Disposition in der Leitstelle und ohne Verwaltung und Logistik würde wenig funktionieren. Viele kommen über das Ehrenamt herein und bilden sich weiter. Das Rote Kreuz bildet seine Sanitäter selbst aus und führt Erste-Hilfe-Kurse für die Bevölkerung durch. Und auch der Zivildienst bringt jedes Jahr junge Männer zum ersten Mal in einen Rettungswagen.
Der Landesverband gehört zum Österreichischen Roten Kreuz, das in neun rechtlich eigenständigen Landesverbänden organisiert ist und dessen Wurzeln bis ins Jahr 1880 zurückreichen. In Oberösterreich tragen neben den Freiwilligen auch 210.000 Geldspenderinnen und Geldspender die Arbeit mit; rechnerisch spendet hier jeder siebte Mensch. Wie viele Menschen hauptberuflich angestellt sind, weist der Verband öffentlich nicht aus. Eines ist trotzdem sicher: Die Aufgaben hängen nicht an der Konjunktur. Notrufe kommen jeden Tag.
Körnerstraße 28
4020 Linz
Österreich