


Über 38.000 Menschen haben 2023 in Vorarlberg eine Beratung beim ifs gesucht. Geldsorgen, Gewalt in der Familie, eine psychische Krise oder Fragen rund um ein Leben mit Beeinträchtigung führen sie her. Das ifs - Institut für Sozialdienste ist im ganzen Land die Anlaufstelle dafür. Für die Ratsuchenden kostet die Beratung nichts.
Angefangen hat alles 1962, als Bürgerinitiative für gefährdete Jugendliche. 1994 wurde daraus die erste soziale gemeinnützige GmbH Österreichs, mit Sitz in Röthis. Heute ist das ifs in jeder Region präsent, von Bregenz über Dornbirn und Feldkirch bis Bludenz.
Die Arbeit ist breit. In den regionalen Beratungsstellen sitzen Menschen, die wegen einer Trennung kommen, wegen Überschuldung oder einer ungelösten Wohnungsfrage. Daneben gibt es spezialisierte Teams. Die FrauennotWohnung schützt Frauen vor Gewalt, die Erwachsenenvertretung übernimmt für Menschen, die ihre Angelegenheiten nicht mehr allein regeln können, andere Kolleginnen begleiten Kinder und Familien oder Menschen mit Beeinträchtigung durch den Alltag. Vier Geschäftsfelder fassen das zusammen, von der regionalen Sozialberatung bis zu den Kinder-, Jugend- und Familiendiensten.
Entsprechend vielfältig sind die Berufe. Über 500 Menschen arbeiten hier. Sozialarbeiterinnen und Psychologen bilden den Kern, dazu kommen Pädagoginnen, Psychotherapeuten und Beraterinnen für Menschen mit Beeinträchtigung. Wo ein Fall es verlangt, sitzen auch Juristinnen, Ärzte oder Dolmetscher mit am Tisch.
Was das ifs als Arbeitgeber ausmacht, lässt sich an ein paar Dingen festmachen. Die Organisation steht finanziell solide da und ist über die Jahre eher gewachsen. Sie ist politisch unabhängig und überkonfessionell, die Beratung bleibt für die Klientinnen kostenlos. Und sie arbeitet dezentral, dort, wo die Menschen leben, nicht aus einer fernen Zentrale heraus. Seit über sechs Jahrzehnten gehört das ifs zum sozialen Netz Vorarlbergs, und 1994 war es die erste Einrichtung ihrer Art, die in Österreich den Schritt zur gemeinnützigen GmbH ging.
In Bregenz öffnete 1969 die erste Jugend- und Erziehungsberatung, hervorgegangen aus einer Bürgerinitiative engagierter Vorarlbergerinnen und Vorarlberger. Daraus ist das ifs geworden, eine der zentralen Anlaufstellen für soziale Fragen im ganzen Land. Wer in eine Krise gerät, finanziell, in der Familie oder nach Gewalt, findet hier Beratung und Begleitung. Getragen wird diese Arbeit von Fachleuten aus sehr unterschiedlichen Berufen.
Das ifs hilft Menschen in psychischen und sozialen Notlagen, quer durch alle Lebensphasen. In der regionalen Sozialberatung sitzen Sozialarbeiterinnen Familien gegenüber, die mit Schulden oder dem Verlust der Wohnung kämpfen. In den Kinder-, Jugend- und Familiendiensten begleiten Psychologinnen und Pädagogen Kinder durch eine Trennung oder nach Gewalterfahrungen. Dazu kommen die Fachberatung und der Bereich Inklusion und Selbstbestimmung für Menschen mit Behinderung. Vier Geschäftsfelder, ein gemeinsamer Auftrag.
Beratungsstellen stehen in Bregenz, Dornbirn, Feldkirch, Bludenz, Hohenems und im Bregenzerwald; gearbeitet wird in allen Regionen Vorarlbergs. Mehrere hundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehören dazu, das berufliche Spektrum reicht von Sozialarbeit und Psychologie über Psychotherapie und Medizin bis zu Recht und Dolmetschen. Wer hier anfängt, kann später das Feld wechseln, ohne den Arbeitgeber zu wechseln.
Das ifs ist gemeinnützig und sowohl parteipolitisch als auch konfessionell unabhängig. Vieles wird über das Land finanziert; ein Bericht des Vorarlberger Landes-Rechnungshofs wies allein für die sozialfondsfinanzierten Leistungen rund 15 Millionen Euro im Jahr 2012 aus, mit deutlichem Wachstum über das Jahrzehnt davor. Hinter dem Betrieb steht ein Trägerverein, die Geschäfte führt seit Ende 2018 Dr. Martina Gasser. Eine genaue, tagesaktuelle Beschäftigtenzahl veröffentlicht das ifs nicht. Was feststeht: Die Wurzeln reichen ins Jahr 1962 zurück, und gearbeitet wird bis heute nah an den Menschen in Vorarlberg.
Interpark Focus 40
6832 Röthis
Österreich