
Eine tragbare Mikropumpe am Gürtel gibt Menschen mit fortgeschrittenem Parkinson ihren Wirkstoff gleichmäßig über den Tag ab und dämpft die Phasen, in denen der Körper plötzlich nicht mehr mitmacht. Diese D-mine-Pumpe und das dazugehörige Medikament kommen von EVER Neuro Pharma, einem Pharmaunternehmen im oberösterreichischen Unterach am Attersee. Rund 1.000 Menschen arbeiten weltweit für das Haus, seine Produkte werden in mehr als 80 Ländern verkauft.
Die Geschichte reicht weiter zurück, als der Name vermuten lässt. Gegründet wurde das Unternehmen 1934 in Wien als EBEWE Pharma. Ende der 2000er-Jahre wurde das Geschäft geteilt: Die Onkologie ging an Novartis, die Neurologie machte sich selbstständig und heißt seither EVER Pharma. Der Schwerpunkt blieb: Erkrankungen des Nervensystems. Zwei Produkte zeigen gut, worum es geht. Cerebrolysin unterstützt Nervenzellen nach einem Schlaganfall und bei degenerativen Erkrankungen. Bei fortgeschrittenem Parkinson liefert die selbst entwickelte D-mine-Pumpe den Wirkstoff Apomorphin. EVER stellt also nicht nur das Medikament her, sondern baut auch das Gerät dazu.
Die Zentrale liegt direkt am Attersee, gut eine Autostunde von Salzburg. Hier wird entwickelt und produziert. Weitere Produktions- und Forschungsstandorte gibt es in Deutschland, unter anderem in Jena, sowie in den USA. Sterile Injektionspräparate herzustellen ist heikle Arbeit. Jede Charge muss den strengen GMP-Vorgaben der EU standhalten, und das prägt viele Tätigkeiten im Betrieb. Im Labor tüfteln Pharmazeutinnen und Analytiker an neuen Formulierungen, in den Reinräumen füllen und kontrollieren Fachkräfte hochpotente Wirkstoffe und ölige Suspensionen. Weil die Präparate in Dutzenden Ländern zugelassen sein wollen, sitzen daneben Spezialisten für Regulatory Affairs, und der internationale Vertrieb bringt kaufmännische Rollen mit sich. Rund 25 Millionen Euro stecken pro Jahr in Forschung und Entwicklung. Das Apomorphin-Programm rund um die D-mine-Pumpe wächst weiter, zuletzt um eine Schulungs-App und einen Auswertungsbericht, mit dem Ärztinnen die Therapie ihrer Patienten nachverfolgen können.
Oberburgau 3 3
4866 Unterach am Attersee
Österreich

Eine tragbare Mikropumpe am Gürtel gibt Menschen mit fortgeschrittenem Parkinson ihren Wirkstoff gleichmäßig über den Tag ab und dämpft die Phasen, in denen der Körper plötzlich nicht mehr mitmacht. Diese D-mine-Pumpe und das dazugehörige Medikament kommen von EVER Neuro Pharma, einem Pharmaunternehmen im oberösterreichischen Unterach am Attersee. Rund 1.000 Menschen arbeiten weltweit für das Haus, seine Produkte werden in mehr als 80 Ländern verkauft.
Die Geschichte reicht weiter zurück, als der Name vermuten lässt. Gegründet wurde das Unternehmen 1934 in Wien als EBEWE Pharma. Ende der 2000er-Jahre wurde das Geschäft geteilt: Die Onkologie ging an Novartis, die Neurologie machte sich selbstständig und heißt seither EVER Pharma. Der Schwerpunkt blieb: Erkrankungen des Nervensystems. Zwei Produkte zeigen gut, worum es geht. Cerebrolysin unterstützt Nervenzellen nach einem Schlaganfall und bei degenerativen Erkrankungen. Bei fortgeschrittenem Parkinson liefert die selbst entwickelte D-mine-Pumpe den Wirkstoff Apomorphin. EVER stellt also nicht nur das Medikament her, sondern baut auch das Gerät dazu.
Die Zentrale liegt direkt am Attersee, gut eine Autostunde von Salzburg. Hier wird entwickelt und produziert. Weitere Produktions- und Forschungsstandorte gibt es in Deutschland, unter anderem in Jena, sowie in den USA. Sterile Injektionspräparate herzustellen ist heikle Arbeit. Jede Charge muss den strengen GMP-Vorgaben der EU standhalten, und das prägt viele Tätigkeiten im Betrieb. Im Labor tüfteln Pharmazeutinnen und Analytiker an neuen Formulierungen, in den Reinräumen füllen und kontrollieren Fachkräfte hochpotente Wirkstoffe und ölige Suspensionen. Weil die Präparate in Dutzenden Ländern zugelassen sein wollen, sitzen daneben Spezialisten für Regulatory Affairs, und der internationale Vertrieb bringt kaufmännische Rollen mit sich. Rund 25 Millionen Euro stecken pro Jahr in Forschung und Entwicklung. Das Apomorphin-Programm rund um die D-mine-Pumpe wächst weiter, zuletzt um eine Schulungs-App und einen Auswertungsbericht, mit dem Ärztinnen die Therapie ihrer Patienten nachverfolgen können.
Oberburgau 3 3
4866 Unterach am Attersee
Österreich