


Wer hier Medizin studiert, steht früh am Krankenbett. Rund 3.800 Studierende lernen an der Medizinischen Universität Innsbruck den Arztberuf, und etwa 2.500 Menschen forschen, lehren und behandeln gemeinsam mit ihnen. Es ist die größte medizinische Ausbildungs- und Forschungsstätte Westösterreichs.
Die Geschichte beginnt lange vor der Universität selbst. Schon 1674 entstand in Innsbruck eine medizinische Fakultät; eigenständig wurde das Haus aber erst 2004, als es sich von der Universität Innsbruck löste. Studiert werden hier vor allem Human- und Zahnmedizin, dazu kommen Fächer wie Molekulare Medizin und Pharmazeutische Wissenschaften. Gelernt wird nicht nur im Hörsaal. Weil die Universität eng mit den Innsbrucker Universitätskliniken verbunden ist, behandeln angehende Ärztinnen und Ärzte Patienten, während sie noch in Ausbildung sind.
In der Forschung haben sich Krebsmedizin, Neurowissenschaften und die Genetik einen Namen gemacht; auch Infektiologie und Immunologie zählen zu den großen Themen. Der Anspruch reicht über die Stadt hinaus. Für Tirol, Vorarlberg, Südtirol und Liechtenstein ist Innsbruck die medizinische Anlaufuniversität der Region. Dass die öffentliche Hand für die Jahre 2025 bis 2027 rund 632 Millionen Euro bereitstellt, etwa 30 Prozent mehr als zuvor, zeigt, welches Gewicht der Standort hat.
Hinter dem Lehr- und Klinikbetrieb steht eine ganze Bandbreite an Berufen. Neben Forschenden und Lehrenden arbeiten hier Menschen in Labor, Technik und Verwaltung; auch Lehrlinge bildet die Universität aus. Im Oktober 2025 hat Gert Mayer das Rektorat übernommen. Sein Team will digitale Medizin und den Einsatz künstlicher Intelligenz in der Bildgebung stärker in den klinischen Alltag bringen. Für Beschäftigte gibt es Fort- und Weiterbildung, und auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie legt das Haus erklärtermaßen Wert.
Rund 3.800 angehende Ärztinnen, Zahnmediziner und Molekularmediziner studieren an der Medizinischen Universität Innsbruck. Gelehrt und geforscht wird dort, wo auch behandelt wird: am Campus des Landeskrankenhauses im Westen der Stadt. Etwa 2.500 Menschen halten hier Forschung, Lehre und Krankenversorgung zusammen.
Eigenständig ist die Universität seit 2004, als sie sich von der Leopold-Franzens-Universität trennte. Ihre Wurzeln reichen aber viel weiter zurück. Eine medizinische Fakultät gibt es in Innsbruck seit 1674. Heute versteht sich das Haus als medizinische Landesuniversität für Tirol, Vorarlberg, Südtirol und Liechtenstein und ist die größte Ausbildungs- und Forschungsstätte für Medizin in Westösterreich.
Forschung und Krankenversorgung liegen örtlich beieinander. Universität und Landeskrankenhaus teilen sich ein Gelände von rund 90.000 Quadratmetern, das Klinikum selbst betreiben die tirol kliniken. Wer hier in der Onkologie oder den Neurowissenschaften arbeitet, hat die Patientinnen und Patienten, um die es geht, nicht weit entfernt. Auch Transplantationsmedizin, Genetik, Infektiologie und Immunologie zählen zu den ausgewiesenen Schwerpunkten. Drei der vier Nobelpreisträger der Innsbrucker Universitätsgeschichte forschten am Institut für Medizinische Chemie.
Die Aufgaben gehen weit über den ärztlichen Beruf hinaus. Neben Klinikerinnen und Grundlagenforschern braucht ein Haus dieser Größe Labor- und Medizintechnik, Datenmanagement und IT, Verwaltung und Lehrkoordination. Als öffentliche Universität nach dem Universitätsgesetz 2002, geführt von einem Rektorat um Rektor Gert Mayer (im Amt seit Oktober 2025), bietet sie planbare Beschäftigung und strukturierte Karrierewege von der Doktorandin bis zur Professur. Rund 450 PhD-Studierende sind in zwölf thematischen Programmen eingeschrieben.
Welche Mittel dahinterstehen, zeigt der Haushalt: 2023 lag das Jahresbudget bei etwa 237 Millionen Euro, davon flossen rund 54 Millionen in Forschungsprojekte. Die Personalzahlen beziehen sich auf das Wintersemester 2024/25; je nach Zählweise (Köpfe oder Vollzeitäquivalente) fallen sie unterschiedlich aus. Geforscht, gelehrt und behandelt wird an einem Standort, mitten in Innsbruck.
Fritz-Pregl-Straße 3
6020 Innsbruck
Österreich