

Wer in Österreich im Sommer an Wiesen vorbeifährt, sieht oft Maschinen aus Grieskirchen im Einsatz. PÖTTINGER baut Ladewagen, Mähwerke, Pflüge und Sämaschinen – Geräte, mit denen Landwirte Gras ernten und Böden für die nächste Saat vorbereiten. Das Unternehmen ist seit 1871 in Familienhand und fertigt bis heute von Oberösterreich aus.
Der Schwerpunkt liegt auf zwei Feldern. Das eine ist die Grünlandtechnik, also alles rund ums Mähen, Wenden, Schwaden und das Bergen von Futter; das andere die Bodenbearbeitung und Sätechnik. Etwa zwei Drittel des Geschäfts kommen aus dem Grünland. Zu den Kunden zählen Landwirte und Lohnunternehmer, in Österreich und weit darüber hinaus. Neun von zehn Maschinen gehen ins Ausland, ausgeliefert über ein eigenes Netz aus Vertriebs- und Servicestellen auf mehreren Kontinenten.
Gefertigt wird an mehreren Standorten. Das Stammwerk steht in Grieskirchen, 2021 kam ein neues Werk im benachbarten St. Georgen dazu, weitere Produktion gibt es in Tschechien, Deutschland und Italien. Rund 2.100 Menschen aus 36 Nationen arbeiten für das Unternehmen. Viele bleiben lange. Im Schnitt sind es fast zwölf Jahre.
Entsprechend viele Berufe treffen hier aufeinander. In den Hallen schweißen und montieren Fachkräfte die Maschinen zusammen. In der Entwicklung sitzen Konstrukteure und, weil in moderner Landtechnik immer mehr Elektronik steckt, auch Softwareleute. Dazu kommen Vertrieb, Einkauf und Finanzen. Den eigenen Nachwuchs bildet PÖTTINGER selbst aus, in technischen wie kaufmännischen Lehrberufen.
Geführt wird das Familienunternehmen von Klaus und Heinz Pöttinger in vierter Generation. Das operative Geschäft liegt bei einer fünfköpfigen Geschäftsführung, Sprecher ist Gregor Dietachmayr. Das Geschäftsjahr 2024/25 verlief in einem schwächeren Markt und brachte einen Umsatz von 461 Millionen Euro.
Industriegelände 1
4710 Grieskirchen
Österreich