

Im August 2025 gingen drei Rechenzentren im Großraum Wien in Betrieb. Der Strom dafür kommt aus österreichischer Wasserkraft. Dahinter steht eine Mannschaft von rund 300 Menschen, die von Wien aus Unternehmen, Behörden und Schulen im ganzen Land betreuen. Die österreichische Tochtergesellschaft gibt es seit 1991.
Das Geschäft in Österreich dreht sich um Cloud-Dienste und Software. Azure, Microsoft 365, die Power Platform: verkauft, erklärt und eingeführt wird das vom Standort am Euro Platz in Wien-Meidling aus. Zu den ersten Kunden der neuen Cloud-Region zählen die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich, die Umdasch Group und Kapsch TrafficCom. Eine Bank, ein Industriekonzern, ein Verkehrstechnik-Unternehmen. Wer hier arbeitet, sitzt also mit sehr unterschiedlichen Branchen an einem Tisch.
Rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt die österreichische Gesellschaft (Angabe von Microsoft Österreich, Stand 2025). Dazu kommt ein Netz von etwa 4.000 Partnerunternehmen im Land, die Microsoft-Technologie bei ihren eigenen Kunden umsetzen. Das prägt die Arbeit: Vieles läuft nicht direkt, sondern über diese Partner. Die Aufgaben reichen vom Vertrieb über technische Beratung bis zum Betrieb der Cloud-Region, für den eigens eine Leitungsfunktion in Wien geschaffen wurde. In der AI Innovation Factory, die im März 2025 in Wien eröffnet hat, führen Fachleute Unternehmen in Workshops an konkrete KI-Projekte heran.
Ein Teil der Arbeit hat mit Verkauf wenig zu tun. Seit 2022 läuft die Initiative "Mach heute Morgen möglich", gemeinsam mit dem AMS und Bildungsanbietern. Bis Mitte 2025 wurden dabei über 200.000 Menschen in digitalen Kompetenzen geschult, mehr als 250 Organisationen unterstützen das Programm. Für die Rechenzentren bezieht Microsoft Strom vom VERBUND, aus den Kraftwerken Freudenau und Mayrhofen/Tuxbach.
Rechtlich ist Microsoft Österreich eine GmbH mit Sitz in Wien, eingetragen beim Handelsgericht Wien und im Eigentum irischer Microsoft-Konzerngesellschaften. General Manager ist Hermann Erlach. Eigene Angaben zu Gehältern oder Benefits veröffentlicht die österreichische Gesellschaft nicht; wer das wissen will, muss im Bewerbungsgespräch fragen. Was öffentlich nachvollziehbar ist: Der Standort ist seit über drei Jahrzehnten durchgehend besetzt, und mit den drei Rechenzentren im Großraum Wien liegt seit 2025 auch physische Infrastruktur in Österreich.
Am Euro Platz 3/Eingang B
1120 Wien
Österreich