
Rund 145 Menschen arbeiten bei Carglass Austria, die meisten von ihnen in der Werkstatt. Sie reparieren Steinschläge, tauschen Windschutzscheiben und stellen danach die Kameras und Sensoren der Fahrerassistenzsysteme neu ein. 34 Service Center betreibt das Unternehmen inzwischen in ganz Österreich, sieben davon sind allein 2025 dazugekommen.
Das Geschäft ist alltagsnah. Wer auf der Autobahn einen Steinschlag einfängt, bucht einen Termin und bekommt die Scheibe repariert oder getauscht, in vielen Fällen direkt über die Kaskoversicherung abgerechnet. Technisch ist die Arbeit anspruchsvoller geworden: In modernen Fahrzeugen sitzen Kameras und Radarsensoren hinter der Windschutzscheibe, die nach jedem Tausch neu kalibriert werden müssen. Bei 99 Prozent aller Fahrzeuge kann Carglass diese Rekalibrierung nach eigenen Angaben selbst durchführen. Repariert wird, wo es geht, denn eine Reparatur verursacht rund 80 Prozent weniger Emissionen als ein kompletter Scheibentausch.
Das Filialnetz wächst seit Jahren. 2025 eröffneten neue Service Center unter anderem in Parndorf, Wels, Wörgl und Leibnitz, sechs bestehende Standorte wurden umgebaut und modernisiert. Im Juni 2026 kam Hohenzell an der B141 dazu, der erste Standort im Innviertel. Das erklärte Ziel der Geschäftsführung sind 40 Filialen, damit Kundinnen und Kunden in der Stadt nicht länger als 20 Minuten zum nächsten Service Center fahren. Rund 100.000 Kundenkontakte im Jahr zählte das Unternehmen zuletzt (AUTO & Wirtschaft, April 2025).
Gearbeitet wird in den Werkstätten, in der Kundenannahme und in der Wiener Zentrale. Viele Monteurinnen und Monteure kommen aus anderen Berufen; Quereinstieg und Teilzeit sind auf der Karriereseite ausdrücklich erwünscht. Eingeschult wird nach firmeneigenen Standards, begleitet von Technical Coaches und einem Buddy-System mit dem Team eines nahegelegenen Standorts. Wie gut das Handwerk sitzt, misst das Unternehmen auch im Wettbewerb: Beim österreichischen Vorentscheid zum „Best of Belron“ in St. Pölten setzte sich Ende 2025 Nicole Sommer aus dem Grazer Service Center durch und trat im Juni 2026 beim Weltfinale in Lissabon gegen rund 30 internationale Finalistinnen und Finalisten an. Details zu Gehalt und Benefits nennt die Karriereseite nicht, offene Stellen laufen über das Jobportal der Muttergesellschaft.
Diese Muttergesellschaft ist Belron, nach Unternehmensangaben der weltweit größte Spezialist für Fahrzeugglasschäden, aktiv in 35 Ländern auf sechs Kontinenten und mit rund 26.000 Beschäftigten, von denen mehr als die Hälfte hochqualifizierte Monteurinnen und Monteure sind. Die österreichische Gesellschaft sitzt in der Wiener Landstraße und wird seit 2022 von Galina Herzig geführt. Für die Servicequalität zeichnete die Gesellschaft für Verbraucherstudien Carglass Österreich 2024 als „Branchen-Champion“ aus, auf Basis von Bestnoten bei Kundenzufriedenheit, Kundenservice und Preis-Leistungs-Verhältnis.
Simmeringer Hauptstraße 24
1110 Wien
Österreich