
Über 6.200 Menschen gehen bei der Caritas der Erzdiözese Wien hauptberuflich zur Arbeit, dazu kommen knapp 17.000 Ehrenamtliche. Sie pflegen alte Menschen, begleiten Familien, hören zu, wenn jemand nicht mehr weiterweiß. Die Organisation ist in Wien und im Osten Niederösterreichs zu Hause und zählt mit dieser Größe zu den größten sozialen Trägern der Region.
Angefangen hat alles 1929, als der Caritasverband in Wien gegründet wurde. Heute spannt sich die Arbeit über neun große Bereiche. In zwölf Pflegewohnhäusern in Wien, Baden, Klosterneuburg und Kirchschlag werden pflegebedürftige Menschen betreut. In den Beratungsstellen sitzen oft Menschen, die gerade nicht weiterwissen – wegen Schulden, einer drohenden Delogierung oder einer Flucht, die kurz hinter ihnen liegt. Anderswo geht es um Kinderbetreuung, um Hospizarbeit, um Beschäftigung für Menschen, die am Arbeitsmarkt schwer Fuß fassen.
Diese Breite prägt auch, wer hier arbeitet. In den Wohnhäusern sind es Pflegekräfte und Heimhilfen, in der Beratung Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, in den Kindereinrichtungen Elementarpädagoginnen. Dazu kommen Fachleute in Verwaltung, IT und Haustechnik, ohne die kein einziges Haus liefe. Wer einmal drin ist, bleibt nicht zwangsläufig im selben Bereich. In einer Organisation dieser Größe lässt sich wechseln, ohne den Arbeitgeber zu verlassen.
Rechtlich stehen dahinter ein kirchlicher Caritasverband und eine gemeinnützige GmbH mit Sitz im 16. Wiener Gemeindebezirk, geführt von den beiden Caritasdirektoren Alexander Bodmann und Klaus Schwertner. Die Wiener Caritas ist Teil der österreichweiten Caritas und der internationalen Caritas-Bewegung. Das Jahresbudget lag 2023 bei rund 510 Millionen Euro, aufgebracht zum größten Teil aus Entgelten für die erbrachten Leistungen, ein kleinerer Teil aus Spenden und Subventionen.








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