


An der Bahnhofstraße 13 in Feldkirch sitzt die Verwaltung, die hinter 126 Pfarren in ganz Vorarlberg steht. Im Bauamt planen Bautechniker die Sanierung von Kirchen und Pfarrhäusern, in der Finanzkammer laufen die Kirchenbeiträge zusammen, im Schulamt geht es um den Religionsunterricht an den Schulen des Landes. Das Ordinariat führt diese Geschäfte für die Diözese Feldkirch, geleitet von Generalvikar Hubert Lenz. Rund 208.000 Katholikinnen und Katholiken gehören zu dieser Diözese.
Die Diözese Feldkirch ist die jüngste und westlichste Diözese Österreichs. Papst Paul VI. errichtete sie 1968, und im Vertrag zwischen dem Heiligen Stuhl und der Republik Österreich vom 7. Oktober 1968 hielt der Staat fest, dass die neue Diözese die Rechte einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft genießt. Ihr Gebiet deckt sich mit dem Land Vorarlberg, rund 2.600 Quadratkilometer. Seit 2013 steht Bischof Benno Elbs an der Spitze, es ist der vierte Bischof seit der Gründung.
Fünf Ämter bündeln die Arbeit des Ordinariats. Im Bauamt geht es um denkmalgeschützte Kirchen ebenso wie um Pfarrheime, während die Finanzkammer ein Budget verwaltet, das 2024 bei 37,3 Millionen Euro Einnahmen lag. Knapp 29 Millionen davon kamen aus dem Kirchenbeitrag, der den Großteil des Haushalts trägt. Dazu kommen die Kanzlei mit ihrer Rechtsstelle und das Schulamt.
Die Berufsbilder liegen weiter auseinander, als viele vermuten. Neben den 126 Priestern in der Seelsorge, 25 Diakonen und rund 53 Pastoralassistentinnen und Pastoralassistenten arbeiten hier Juristinnen, Buchhalter, Bauleiter und Mesner. Eine aktuelle Ausschreibung sucht eine Bauleitung für die örtliche Bauaufsicht im Hochbau, eine andere eine Jugendkoordination im Pfarrverband Mittleres Montafon. Getragen wird das alles von rund 20.000 Ehrenamtlichen im Land.
Zur Diözese gehören auch zwei Bildungshäuser, St. Arbogast und Batschuns, dazu katholische Schulen und Pfarrkindergärten. Die Katholische Jugend und Jungschar zählt etwa 6.000 Mitglieder und ist damit eine der größten Jugendeinrichtungen Vorarlbergs. Wie viele Menschen das Ordinariat selbst anstellt, weist die Diözese öffentlich nicht aus. Einsteigen kann man auch über ein Freiwilliges Soziales Jahr bei der Jungen Kirche Vorarlberg oder über den Zivildienst.
Bahnhofstraße 13
6800 Feldkirch
Österreich