
Spanplatten für die Küche, Laminat fürs Wohnzimmer, tragende Platten für den Hausbau: Hinter vielen dieser Produkte steckt EGGER. Das Familienunternehmen begann 1961 mit einem Sägewerk in St. Johann in Tirol. Heute zählt die Gruppe rund 11.860 Mitarbeitende und 22 Werke in elf Ländern und gehört damit zu den großen Holzwerkstoffherstellern Europas.
Der größte Geschäftsbereich dreht sich um Möbel und Innenausbau. Hier entstehen dekorative Platten, Arbeitsplatten und Kanten, aus denen Möbelhersteller und Tischler ihre Küchen, Schränke und Ladeneinrichtungen bauen. Ein zweiter Bereich stellt Fußböden her, vom Laminat bis zum Designboden. Der dritte liefert Bauprodukte wie OSB-Platten und Konstruktionselemente, die im Holzbau tragende Aufgaben übernehmen. Die Kunden sitzen in der Möbelindustrie, im Holzhandel und in Baumärkten in ganz Europa.
Gewachsen ist das alles aus einem Tiroler Sägewerk. Fritz Egger sen. gründete die Firma 1961. In Österreich produziert EGGER bis heute an drei Standorten: neben dem Stammsitz in St. Johann in Tirol seit 1966 in Wörgl und seit 1970 in Unterradlberg. Dazu kommen Werke in Deutschland, in Osteuropa, in der Türkei, in Argentinien und in den USA. Insgesamt sind es 22 Produktionsstandorte. Im Geschäftsjahr 2024/2025 lag der Konzernumsatz bei rund 4,1 Milliarden Euro. Der Betrieb liegt weiterhin in Familienbesitz.
Wer hier arbeitet, landet je nach Beruf an ganz unterschiedlichen Plätzen. An den Pressen und Sägelinien stehen Maschinen- und Anlagenführer. In der Logistik kümmern sich Fachkräfte darum, dass die fertigen Platten rechtzeitig beim Kunden ankommen. Und dann gibt es Aufgaben, die man in einem Holzwerk nicht sofort erwartet, etwa im Holzeinkauf, im Dekor- und Produktmanagement oder in der Elektrowartung. Den Nachwuchs bildet EGGER selbst aus. Am deutschen Werk Brilon lernen rund 80 Jugendliche in 16 Berufen und elf dualen Studiengängen, und auch an den Tiroler Standorten gibt es Lehrstellen.