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Pflegegeld

Bezugsvoraussetzungen und Höhe des Pflegegeldes

Pflegegeld bekommen alle, die auf Grund von Behinderung bzw. Einschränkungen über mindestens 6 Monate einen anerkannten Pflegebedarf von durchschnittlich mehr als 65 Stunden im Monat aufweisen und ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Österreich haben (unter bestimmten Voraussetzungen auch bei Aufenthalt im EWR-Raum und der Schweiz).

Das Pflegegeld ist in 7 Stufen gegliedert. Es wird monatlich ausbezahlt (12 mal im Jahr). Die Einstufung richtet sich nach dem Umfang des Pflegebedarfs.

Stufe    Durchschnittlicher Pflegebedarf pro Monat Euro pro Monat

1

mehr als 65 Stunden/Monat

206,20

2

mehr als 95 Stunden/Monat

380,30

3

mehr als 120 Stunden/Monat

592,60

4

mehr als 160 Stunden/Monat

888,50

5

mehr als 180 Stunden/Monat, wenn ein außergewöhnlicher Pflegeaufwand erforderlich ist

1.206,90

6

mind. 180 Stunden/Monat + Pflege/Betreuung zeitlich nicht planbar bzw. ständig notwendig ist  

1.685,40

7

mind. 180 Stunden/Monat + Bewegungsunfähigkeit gegeben

2.214,80

(Stand: Jänner 2026)

Bei der Pflegegeldeinstufung von schwer geistig oder schwer psychisch behinderten, insbesondere demenziell erkrankten Personen ab dem vollendeten 15. Lebensjahr sowie von schwerst behinderten Kindern und Jugendlichen bis zum vollendeten 15. Lebensjahr werden Erschwerniszuschläge berücksichtigt.

Sozialministerium
  • Nähere Informationen zum Pflegegeld.
Antragstellung und Begutachtung

Den Antrag auf Pflegegeld können die Betroffenen selbst, Angehörige oder gesetzliche Vertreterinnen bzw. Vertreter bei folgenden Stellen einbringen: 

  • Wenn Sie als Betroffene/r eine Pension/Rente beziehen, ist Ihre zuständige Stelle der Versicherungsträger, der Ihre Pension/ Rente auszahlt.
  • Wenn Sie keine Pension/Rente beziehen, ist die Pensionsversicherungsanstalt für das Pflegegeld zuständig.

 

Nachdem Sie Ihren Antrag auf Pflegegeld gestelt haben, besucht Sie eine sachverständige Person (Ärztin/Arzt/diplomierte Pflegefachkraft) bei Ihnen zu Hause, im Pflegeheim oder notfalls im Krankenhaus. Der Besuch wird vorher angekündigt. Die/der Sachverständige untersucht die betroffene Person, erhebt die Anamnese, erkundigt sich über den Hilfsbedarf (falls anwesend auch bei der Hauptbetreuungsperson) und erstellt ein Gutachten. In diesem werden Ergebnisse und Pflegebedarf beschrieben.

Die Entscheidung über die zuerkannte Pflegestufe trifft der Versicherungsträger bzw. das Gericht. Auf Wunsch kann bei der Untersuchung eine Vertrauensperson, etwa eine Pflegeperson, anwesend sein, und Angaben zur Pflegesituation machen. Bei der Begutachtung in stationären Einrichtungen sind Informationen des Pflegepersonals und die Pflegedokumentation zu berücksichtigen. Letzteres gilt auch bei der Betreuung durch mobile Dienste.

Weitere Informationen Weitere Informationen erhalten Sie beim BürgerInnenservice des Sozialministeriums unter 01 / 71100 / 86 22 86 (Mo - Fr von 8 bis 16 Uhr) Versicherung für pflegende Angehörige

So können Sie als pflegender Angehöriger in Österreich Pensionsversicherungszeiten ohne Beitragszahlungen erwerben.

Förderungen & Unterstützung für pflegende Angehörige

Welche Voraussetzungen für eine Urlaubs- oder Ersatzpflege gibt es und welche Förderungen gibt es für die 24-Stunden-Betreuung?

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Bundesgeschäftsstelle des Hilfswerkes Österreich

Wien

In einem Büro in der Grünbergstraße in Wien-Meidling laufen die Fäden einer der größten gemeinnützigen Sozialdienstleister Österreichs zusammen. Die Bundesgeschäftsstelle ist der Dachverband des Hilfswerks. Sie vertritt neun rechtlich eigenständige Landesorganisationen gegenüber Bund, EU und Öffentlichkeit und koordiniert, was österreichweit gemeinsam läuft.

Das Hilfswerk hilft dort, wo Menschen im Alltag Unterstützung brauchen. Eine Pflegerin kommt nach Hause, wenn jemand nach dem Spital nicht allein zurechtkommt. Tageseltern und Kinderbildungseinrichtungen betreuen die Jüngsten. Und die 24-Stunden-Betreuung organisiert Personal für die Pflege rund um die Uhr. 2025 erhielten so rund 46.700 ältere und kranke Menschen regelmäßig professionelle Hilfe zu Hause, mehr als 22.000 Kinder wurden in Einrichtungen des Hilfswerks betreut. Die Gesamtleistung der Organisation lag bei über 500 Millionen Euro (hilfswerk.at, 2025).

Getragen wird das von neun rechtlich eigenständigen Landesorganisationen in allen Bundesländern. Die Bundesgeschäftsstelle in Wien ist ihr gemeinsamer Dachverband. Von hier aus wird das Hilfswerk gegenüber Regierung, Verwaltung und den Institutionen der EU vertreten, hier entstehen sozialpolitische Grundlagenarbeit und österreichweite Projekte, hier läuft die gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit zusammen. Präsident ist der frühere EU-Abgeordnete Othmar Karas, die Geschäfte führt Elisabeth Anselm.

Wer in der Bundesgeschäftsstelle arbeitet, sitzt also näher an der Bundespolitik als an der Pflegetasche. Gefragt sind hier Menschen für Interessenvertretung, Projektarbeit und Kommunikation. Das Hilfswerk als Ganzes beschäftigt daneben tausende Pflegefachkräfte, Heimhilfen und Elementarpädagoginnen. Rund 10.500 Menschen arbeiten insgesamt für die Organisation, mehr als 20.000 engagieren sich ehrenamtlich.

Die Wurzeln reichen in die Nachkriegszeit, als sich Vorläuferorganisationen um Heimkehrer und Kinder kümmerten. Der heutige Dachverband entstand 1989. Gearbeitet wird gemeinnützig, überparteilich und überkonfessionell.

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Hauptstandort

Bundesgeschäftsstelle des Hilfswerkes Österreich

Schönbrunnerstraße 297-307
1120 Wien
Österreich