Notfallplan psychische Überlastung

Bundesgeschäftsstelle des Hilfswerkes Österreich
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Notfallplan bei psychischer Überlastung Erste Tipps und Maßnahmen

Warnzeichen erkennen:

  • Schlafprobleme
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Gereiztheit
  • Überforderung

Beruhigende Sofortmaßnahmen:

  • eine Pause machen
  • einen Schluck Wasser trinken
  • an die frische Luft gehen
  • tief durchatmen oder Atemübung machen (z.B. 4 Sekunden einatmen, 6 Sekunden ausatmen)
  • mit einer vertrauten Person aus der Familie oder dem Freundeskreis sprechen  

Sich professionelle Unterstützung holen:

  • Wenn im Unternehmen vorhanden: das Employee Assistance Programm nutzen
  • Die Hausärztin/den Hausarzt kontaktieren
  • psychotherapeutischen ider psychologischen Rat einholen
  • Psychiatrische Ambulanz kontaktieren
Im Akutfall: Telefonseelsorge Tel. 142 (24/7) // Ö3 Kummernummer: Tel. 116 123 (16-24 h) // Psychosoziale Krisendienste - zB Sozialpsychiatrischer Notdienst 01 31300) // Psychologisches Beratungsservice des BÖP (Bundesverband Österreichischer Psycholog*innen): Tel. 01 5048000, Mo-Do 9-13 Uhr

Für Entlastung sorgen:

  • sich auf das Wesentliche konzentrieren
  • nicht Dringendes absagen oder verschieben
  • Erholung einplanen
  • delegieren

Sich etwas Gutes tun:

  • spazieren gehen
  • Musik hören
  • einen Tee trinken
  • Achtsamkeitsübungen
  • einem Hobby nachgehen

Langfristige Maßnahmen:

  • soziale Kontakte pflegen
  • Belastungen abbauen
  • Lebensstilveränderungen
  • Bewegung
  • Entspannungstechniken
  • Alltag strukturieren
  • für Ausgleich sorgen
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Bundesgeschäftsstelle des Hilfswerkes Österreich

Wien

In einem Büro in der Grünbergstraße in Wien-Meidling laufen die Fäden einer der größten gemeinnützigen Sozialdienstleister Österreichs zusammen. Die Bundesgeschäftsstelle ist der Dachverband des Hilfswerks. Sie vertritt neun rechtlich eigenständige Landesorganisationen gegenüber Bund, EU und Öffentlichkeit und koordiniert, was österreichweit gemeinsam läuft.

Das Hilfswerk hilft dort, wo Menschen im Alltag Unterstützung brauchen. Eine Pflegerin kommt nach Hause, wenn jemand nach dem Spital nicht allein zurechtkommt. Tageseltern und Kinderbildungseinrichtungen betreuen die Jüngsten. Und die 24-Stunden-Betreuung organisiert Personal für die Pflege rund um die Uhr. 2025 erhielten so rund 46.700 ältere und kranke Menschen regelmäßig professionelle Hilfe zu Hause, mehr als 22.000 Kinder wurden in Einrichtungen des Hilfswerks betreut. Die Gesamtleistung der Organisation lag bei über 500 Millionen Euro (hilfswerk.at, 2025).

Getragen wird das von neun rechtlich eigenständigen Landesorganisationen in allen Bundesländern. Die Bundesgeschäftsstelle in Wien ist ihr gemeinsamer Dachverband. Von hier aus wird das Hilfswerk gegenüber Regierung, Verwaltung und den Institutionen der EU vertreten, hier entstehen sozialpolitische Grundlagenarbeit und österreichweite Projekte, hier läuft die gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit zusammen. Präsident ist der frühere EU-Abgeordnete Othmar Karas, die Geschäfte führt Elisabeth Anselm.

Wer in der Bundesgeschäftsstelle arbeitet, sitzt also näher an der Bundespolitik als an der Pflegetasche. Gefragt sind hier Menschen für Interessenvertretung, Projektarbeit und Kommunikation. Das Hilfswerk als Ganzes beschäftigt daneben tausende Pflegefachkräfte, Heimhilfen und Elementarpädagoginnen. Rund 10.500 Menschen arbeiten insgesamt für die Organisation, mehr als 20.000 engagieren sich ehrenamtlich.

Die Wurzeln reichen in die Nachkriegszeit, als sich Vorläuferorganisationen um Heimkehrer und Kinder kümmerten. Der heutige Dachverband entstand 1989. Gearbeitet wird gemeinnützig, überparteilich und überkonfessionell.

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Hauptstandort

Bundesgeschäftsstelle des Hilfswerkes Österreich

Schönbrunnerstraße 297-307
1120 Wien
Österreich