


Rund 400 Trinkwasserversorger im Land Salzburg lassen ihre Proben an derselben Adresse prüfen: bei der Hydrologischen Untersuchungsstelle Salzburg in der Schillerstraße. Ob das Wasser aus der Leitung trinkbar ist, ob eine Kläranlage sauber arbeitet oder im Hotelboiler Legionellen sitzen, das beantwortet dieses Labor seit 1974. Angefangen hat es mit fünf Leuten. Heute sind es rund 30.
Gegründet hat das Büro 1974 Dipl.-Ing. Reinhold Haider, ein Kulturtechniker mit einem einfachen Anspruch: Kunden fachlich, unabhängig und politisch neutral beraten. Aus dem kleinen Team in der Roseggerstraße im Stadtteil Lehen wurde über die Jahrzehnte ein fester Bezugspunkt für die Wasserwirtschaft im Bundesland. Heute sitzt die Mannschaft im IQ Internationales Quartier in Itzling. Seit 2018 gehört HUS zur GBA Group, einem Laborverbund mit Standorten in Deutschland und Europa. Fachlich bringt das Rückhalt und Vernetzung, im Tagesgeschäft bleibt es ein Salzburger Betrieb mit Salzburger Kundschaft.
Vieles beginnt mit einer Probe. Ein Gemeindewasserwart bringt Trinkwasser vorbei, ein Wirt lässt das Wasser seines Freibads prüfen, ein Hotelier will Gewissheit, dass im Warmwasser keine Legionellen sitzen. Analysiert wird im eigenen Labor, und oft folgt der zweite Teil: beraten, begutachten, planen. Deshalb bleibt hier kaum jemand nur am Messgerät stehen. Chemikerinnen, Wassertechniker und Kulturtechnikerinnen begleiten ein Projekt von der Quelle über die Leitung bis zurück ins Gewässer, führen Markierungsversuche in Bächen durch oder schreiben Gutachten für Behörden. Dazu kamen mit der Zeit Felder, die man in einem Wasserlabor nicht sofort erwartet. Wände werden auf Asbest und Schimmel geprüft, und wer ein Tattoo- oder Piercingstudio betreibt, holt sich hier den Unbedenklichkeitsnachweis für Farben und Verfahren.
An der Spitze steht heute Dipl.-Ing. Senada Sabic. Zu Weiterbildung und Zusatzleistungen hält sich das Haus öffentlich bedeckt, das erfährt man wohl eher im Gespräch. Der Reiz der Arbeit zeigt sich ohnehin an der Sache: Die Ergebnisse aus diesem Labor landen am Ende in Trinkwasserbescheiden, in Bäderberichten und in Behördenakten. Rund 400 Wasserversorger im Land Salzburg verlassen sich darauf.
Schillerstraße 25
5020 Salzburg
Österreich