
In Pflegeheimen, Kindergärten und sozialen Einrichtungen bleibt selten Zeit, um mit Lieferanten über Preise zu feilschen. Genau diese Arbeit nimmt die HOGAST Care Beschaffungsdienstleistungs GmbH aus Anif bei Salzburg ihren Mitgliedern ab. Über 740 Einrichtungen aus dem Gesundheits-, Pflege- und Bildungsbereich kaufen hier gemeinsam ein. Ein Team im Hintergrund sorgt dafür, dass Lebensmittel, Energie und Verbrauchsgüter zu guten Konditionen ankommen.
Das Prinzip ist einfach. Viele Einrichtungen bündeln ihre Nachfrage, und aus dem gemeinsamen Volumen werden Preise, die ein einzelnes Haus allein nie bekäme. Rund 127 Millionen Euro werden auf diesem Weg pro Jahr beschafft. Über die Plattform My HOGAST sehen die Mitglieder auf einen Blick, welcher Lieferpartner dasselbe Produkt günstiger anbietet. Dahinter steckt aber weit mehr als eine Bestellsoftware: Rechnungen werden zentral geprüft, die Buchhaltung wird vorbereitet, Konditionen laufend kontrolliert. Für viele Häuser fällt damit ein spürbarer Teil der täglichen Verwaltung weg.
Entsprechend unterschiedlich sind die Aufgaben im Haus. In Österreich betreuen vier Einkaufsberaterinnen und -berater die Einrichtungen direkt vor Ort und sind im Alltag feste Ansprechpartner. Andere prüfen Rechnungen, führen die Buchhaltung oder entwickeln die Bestellplattform weiter. Für alle, die aus der Gastronomie, dem Lebensmittelhandel oder dem Gesundheitswesen kommen, sind die Themen vertraut. Es geht um Essen und Trinken, um Energie, um die Verbrauchsgüter eines langen Arbeitstags.
HOGAST Care gehört zur HOGAST-Gruppe, einer der größten Einkaufsgenossenschaften der österreichischen Hotellerie und Gastronomie. Die begann 1975 mit 17 oberösterreichischen Betrieben. Heute zählt sie über 3.700 Mitglieder, arbeitet mit mehr als 1.550 Lieferpartnern zusammen und setzte zuletzt rund 1,25 Milliarden Euro um; im Genossenschaftsbetrieb sind gut 130 Menschen beschäftigt. An der HOGAST Care hält die Genossenschaft 51 Prozent, die übrigen 49 Prozent liegen bei der Diözesanen Immobilien-Stiftung der Diözese Linz. Kirchliche und gastronomische Wurzeln treffen hier also aufeinander.
Der Sitz liegt in Anif, südlich von Salzburg. Wie viele Menschen genau bei der Tochtergesellschaft selbst angestellt sind, weist das Unternehmen öffentlich nicht aus. Der Name ist noch jung: Erst seit Oktober 2025 firmiert das frühere Handover-Unternehmen als HOGAST Care.
Sonystraße 4
5081 Anif
Österreich