
Rund 30.000 Menschen spenden jedes Jahr bei BioLife in Österreich Blutplasma. Daraus entstehen Medikamente, die sich nicht künstlich herstellen lassen und Patientinnen und Patienten mit angeborenen oder erworbenen Erkrankungen oft ein Leben lang begleiten. Vierzehn Zentren betreibt BioLife dafür im Land, von Wien bis Villach. Hinter der Marke steht Takeda.
Der japanische Biopharma-Konzern führt die österreichischen Zentren über die Takeda Manufacturing Austria AG mit Sitz in Wien-Donaustadt und beschäftigt in Österreich rund 4.500 Menschen, von der Forschung über die Plasmaaufbringung bis zur Produktion in Wien und Linz. Österreich ist damit der größte Standort im weltweiten Takeda-Netzwerk. Das gespendete Plasma bleibt großteils im Land: In Wien wird es zu Arzneimitteln weiterverarbeitet, im Qualitätskontrolllabor in Orth an der Donau geprüft. Wer in einem Zentrum arbeitet, steht also am Anfang einer Wertschöpfungskette, die im selben Land endet.
Die Tradition ist älter, als der Markenname vermuten lässt. Das erste Plasmazentrum Europas öffnete 1964 in Wien. Sein 60-jähriges Bestehen feierte BioLife im Juni 2024 mit der Eröffnung des vierzehnten österreichischen Zentrums in der Villacher Postgasse, wo auf 500 Quadratmetern bis zu 22 Personen gleichzeitig spenden können. Ein Jahr davor war in Linz das dreizehnte Zentrum entstanden, das erste weltweit, das sich emissionsfrei betreiben lässt. Es brachte 25 neue Arbeitsplätze in die Stadt, in der Takeda ohnehin schon rund 700 Menschen beschäftigt.
Die Arbeit im Zentrum ist nah am Menschen. Ärztinnen und Ärzte aus der Allgemeinmedizin, der Transfusionsmedizin oder der Inneren Medizin beurteilen die Spendetauglichkeit und betreuen die Spendenden medizinisch, Pflegefachkräfte punktieren und begleiten die Plasmapherese, medizinische Assistenzkräfte führen durch Anmeldung und Dokumentation. Ausgeschrieben werden solche Stellen laufend in Graz, Klagenfurt und Wien. Ein Argument für viele im Gesundheitsbereich: Die Zentren haben feste Öffnungszeiten, und laut Arbeitgeberprofil auf karriere.at fallen weder Nacht- noch Wochenenddienste an, dazu kommen Essens- und Öffi-Zuschuss sowie Weiterbildung und Mentoring. Rund 500 geschulte Mitarbeitende sind es in den vierzehn Zentren zusammen.
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Österreich