
Drei Ordensschwestern kamen im Oktober 1690 aus dem rheinischen Düren nach Graz. Sie brachten sechs Betten mit, einen Wundarzt und eine Apotheke. Daraus ist ein gemeinnütziges Akutkrankenhaus mit rund 500 Beschäftigten geworden, das bis heute dem Konvent der Elisabethinen gehört. Wer sich hier bewirbt, kommt an ein Ordensspital mitten in der Stadt.
Behandelt wird in der Elisabethinergasse 14, akut und gemeinnützig. Die Innere Medizin bildet den Kern, dazu kommen Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie sowie eine Radiologie. Zwei Felder prägen das Haus besonders. Das eine ist die Altersmedizin, das andere die multimodale Schmerzmedizin, an der mehrere Fachrichtungen gemeinsam arbeiten. Zur Altersmedizin gehört das Demenz-Tageszentrum Elisa, das Menschen tagsüber betreut, ihre Angehörigen entlastet und auch außerhalb der Klinik im Einsatz ist.
2026 rückt zusammen, was bislang getrennt lag: Neurologie und Psychiatrie übersiedeln von Eggenberg an die Elisabethinergasse, sodass die Abteilungen an einem Standort liegen. Für den Arbeitsalltag bedeutet das kurze Wege. Ärztinnen und Pfleger sind hier ohnehin nur ein Teil des Betriebs. Physiotherapeutinnen, Logopäden, Ergotherapeutinnen und Diätologinnen gehören dazu, ebenso Kolleginnen und Kollegen in Labor, Apotheke und Seelsorge. Als Lehrkrankenhaus bildet das Haus außerdem Nachwuchs für die Gesundheitsberufe aus.
Rund 200 Betten, etwa 500 Menschen im Dienst, so beschrieb der Orden das Haus 2020. Getragen wird die Gesellschaft vom Konvent der Elisabethinen, der seit über 330 Jahren in Graz wirkt und 2023 sein 333-Jahr-Jubiläum feierte. Das Krankenhaus ist dabei nur ein Standbein. Zur Grazer Ordensgemeinschaft zählen auch ein Seniorenhaus und Hospizeinrichtungen, in denen es weniger um Akutmedizin als um Begleitung geht.
Elisabethinergasse 14
8020 Graz
Österreich