
Rund 30 Menschen arbeiten in einem Bürogebäude in der Salzburger Straniakstraße daran, dass Ladungen quer durch Europa ankommen. Eigene Lkw fährt das Unternehmen dabei keine. Es plant, kalkuliert, sucht die passenden Frachtführer und trägt die Verantwortung dafür, dass die Ware pünktlich am Ziel ist. Gegründet wurde die Firma 1976 als Fernfracht Gimmelsberger; seit 2023 firmiert dieselbe Gesellschaft als FERNFRACHT Logistics GmbH, im März 2026 feierte sie ihr 50-jähriges Bestehen.
Das Kerngeschäft sind Teil- und Komplettladungen im internationalen Straßengüterverkehr. Kundinnen und Kunden aus Industrie und Handel melden Sendungen an, das Team bringt sie über eine eigene IT-Plattform mit Frachtführern aus einem über Jahrzehnte gewachsenen Netzwerk zusammen und begleitet den Transport bis zur Entladung. Über 4.000 aktive Geschäftspartner nennt das Unternehmen dafür auf seiner Website (fernfracht.at, abgerufen 09.08.2026), gefahren wird in 18 europäischen Ländern, von Deutschland und Italien über Polen bis auf den Balkan und nach Griechenland. Wo Menge und Gewicht es hergeben, organisiert das Haus Verkehre auch auf der Schiene, die es selbst als die emissionsärmere Alternative zum Lkw beschreibt. Dazu kommen Seefracht in Voll- und Sammelcontainern, Verzollung und Lagerlogistik.
Das macht die Arbeitsplätze abwechslungsreicher, als der Begriff Spedition vermuten lässt. Transportmanagerinnen und Transportmanager disponieren Sendungen, verhandeln Frachtraten und telefonieren an manchen Tagen mit halb Europa. Im Projektmanagement geht es um größere, laufende Kundenverkehre und deren Steuerung in Echtzeit, im Lager um Wareneingang und Kommissionierung. Ausgebildet wird im eigenen Haus: Es gibt die klassische Lehre zum Speditionskaufmann und zur Speditionskauffrau, und für AHS-Absolventinnen und -Absolventen die Duale Akademie, ein zweijähriges Programm, das vom ersten Tag an nach Kollektivvertrag bezahlt wird. Wer neu anfängt, bekommt laut Unternehmen eine Mentorin oder einen Mentor zur Seite gestellt.
Als Rahmenbedingungen nennt FERNFRACHT selbst eine 38-Stunden-Woche, Gleitzeit und die Möglichkeit auf Homeoffice, je nach Position auch einen Firmenwagen. Der Standort in der Straniakstraße, bezogen 2021, ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar und hat Parkplätze. Geführt wird die Gesellschaft von Roland Gasser, für Logistik steht Martin Ebner, für Finanzen und Rechnungswesen Sonja Bauer. Umsatzzahlen und die genaue Personalstruktur veröffentlicht das Unternehmen nicht, wohl aber seine Auszeichnungen: 2023 und 2024 wurde FERNFRACHT bei "Austria's Leading Companies" von Die Presse, KSV1870 und PwC ausgezeichnet, das Austria Gütezeichen trägt das Haus bereits seit 1994. Die Wirtschaftskammer Salzburg führt es unter ihren "Salzburger Erfolgsgeschichten". Nebenbei unterstützt die Firma junge Salzburger Sportlerinnen und Sportler, aktuell im Tennis und im Paragleiten.
Straniakstraße 6
5020 Salzburg
Österreich