

Ein Wasserkraftwerk in Honduras versorgt fünf Dörfer mit Strom, in Ecuador vergibt eine Partnerbank Kleinkredite an Unternehmerinnen. Finanziert hat beides ein Institut aus der Wiener Innenstadt, in dem etwas mehr als 70 Menschen arbeiten. Die Oesterreichische Entwicklungsbank AG, kurz OeEB, stellt privaten Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern langfristiges Kapital bereit, dort, wo der lokale Markt es nicht hergibt. Ende 2025 umfasste ihr Portfolio 1,688 Milliarden Euro und 195 Projekte.
Den Auftrag dafür gibt die Republik. Die OeEB entstand im März 2008 als Entwicklungsbank Österreichs, damals mit fünf Beschäftigten und einer gesetzlichen Grundlage im Ausfuhrförderungsgesetz. Sie gehört zur Gänze der Oesterreichischen Kontrollbank und arbeitet im Auftrag des Finanzministeriums; ihre Investitionsfinanzierungen deckt der Bund mit Haftungen gegen politische und wirtschaftliche Risiken ab. Standard & Poor's bestätigte im Juni 2026 ein Rating von AA+, dasselbe, das die Republik Österreich trägt. Die Aufsicht führt die FMA.
Die Zahl der Geschäfte ist überschaubar, ihre Reichweite nicht. 2024 sagte die Bank 305,2 Millionen Euro an neuen Krediten und Beteiligungen zu. In den finanzierten Unternehmen und Projekten arbeiten laut Impact Report 2025 mehr als 295.000 Menschen, und über 351.000 Kleinst-, Klein- und Mittelbetriebe kamen an Kredite, meist über lokale Partnerbanken vor Ort. Rund 435.000 Menschen wurden mit sauberer Energie versorgt. Ein Viertel des Portfolios liegt in Afrika, gut die Hälfte gilt als klimarelevant. Innerhalb der EDFI, dem Verband von 15 europäischen Entwicklungsbanken, ist die OeEB nach Portfolio die siebtgrößte.
Was das für die Arbeit bedeutet, zeigt der Zuschnitt der beiden Vorstandsressorts. Sabine Gaber, seit 2009 im Haus, verantwortet Investments, Beteiligungen und die Beratung zu ESG und Klima. Steffen Suhany kam 2024 von der deutschen DEG und führt Risiko, Recht, Compliance, IT und Finanzen. Entsprechend sitzen hier Investmentmanagerinnen, die Kredite und Fondsbeteiligungen strukturieren, neben Fachleuten, die vor jeder Zusage prüfen, welche Umwelt- und Sozialfolgen ein Vorhaben in Uganda oder Bangladesch auslöst. Die Gegenüber sind lokale Banken, Fonds und Industriebetriebe auf mehreren Kontinenten.
Personal und Recruiting laufen über die OeKB Gruppe, in der über 500 Menschen arbeiten. Von dort kommen auch die Rahmenbedingungen. Gearbeitet wird in Gleitzeit ohne Kernzeit, Telearbeit ist möglich, ebenso ein Sabbatical. Für die Weiterbildung gibt es ein jährliches Seminarprogramm und eine e-academy zum Lernen nach Bedarf, dazu einen Zuschuss zur Kinderbetreuung. Das Audit berufundfamilie trägt die OeKB seit 2006, die OeEB führt zusätzlich das staatliche Gütesiegel equalitA für Frauenförderung. Wie sich die Belegschaft im Detail zusammensetzt, veröffentlicht das Haus allerdings nicht.
Die Strategie bis 2028 nennt klare Zielmarken. Mindestens die Hälfte des Neugeschäfts soll auf Klimaziele einzahlen, mindestens ein Fünftel in die ärmsten Länder der Welt fließen und ein Viertel nach Afrika.
Ein Wasserkraftwerk in Honduras versorgt fünf Dörfer mit Strom, in Ecuador vergibt eine Partnerbank Kleinkredite an Unternehmerinnen. Finanziert hat beides ein Institut aus der Wiener Innenstadt, in dem etwas mehr als 70 Menschen arbeiten. Die Oesterreichische Entwicklungsbank AG, kurz OeEB, stellt privaten Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern langfristiges Kapital bereit, dort, wo der lokale Markt es nicht hergibt. Ende 2025 umfasste ihr Portfolio 1,688 Milliarden Euro und 195 Projekte.
Den Auftrag dafür gibt die Republik. Die OeEB entstand im März 2008 als Entwicklungsbank Österreichs, damals mit fünf Beschäftigten und einer gesetzlichen Grundlage im Ausfuhrförderungsgesetz. Sie gehört zur Gänze der Oesterreichischen Kontrollbank und arbeitet im Auftrag des Finanzministeriums; ihre Investitionsfinanzierungen deckt der Bund mit Haftungen gegen politische und wirtschaftliche Risiken ab. Standard & Poor's bestätigte im Juni 2026 ein Rating von AA+, dasselbe, das die Republik Österreich trägt. Die Aufsicht führt die FMA.
Die Zahl der Geschäfte ist überschaubar, ihre Reichweite nicht. 2024 sagte die Bank 305,2 Millionen Euro an neuen Krediten und Beteiligungen zu. In den finanzierten Unternehmen und Projekten arbeiten laut Impact Report 2025 mehr als 295.000 Menschen, und über 351.000 Kleinst-, Klein- und Mittelbetriebe kamen an Kredite, meist über lokale Partnerbanken vor Ort. Rund 435.000 Menschen wurden mit sauberer Energie versorgt. Ein Viertel des Portfolios liegt in Afrika, gut die Hälfte gilt als klimarelevant. Innerhalb der EDFI, dem Verband von 15 europäischen Entwicklungsbanken, ist die OeEB nach Portfolio die siebtgrößte.
Was das für die Arbeit bedeutet, zeigt der Zuschnitt der beiden Vorstandsressorts. Sabine Gaber, seit 2009 im Haus, verantwortet Investments, Beteiligungen und die Beratung zu ESG und Klima. Steffen Suhany kam 2024 von der deutschen DEG und führt Risiko, Recht, Compliance, IT und Finanzen. Entsprechend sitzen hier Investmentmanagerinnen, die Kredite und Fondsbeteiligungen strukturieren, neben Fachleuten, die vor jeder Zusage prüfen, welche Umwelt- und Sozialfolgen ein Vorhaben in Uganda oder Bangladesch auslöst. Die Gegenüber sind lokale Banken, Fonds und Industriebetriebe auf mehreren Kontinenten.
Personal und Recruiting laufen über die OeKB Gruppe, in der über 500 Menschen arbeiten. Von dort kommen auch die Rahmenbedingungen. Gearbeitet wird in Gleitzeit ohne Kernzeit, Telearbeit ist möglich, ebenso ein Sabbatical. Für die Weiterbildung gibt es ein jährliches Seminarprogramm und eine e-academy zum Lernen nach Bedarf, dazu einen Zuschuss zur Kinderbetreuung. Das Audit berufundfamilie trägt die OeKB seit 2006, die OeEB führt zusätzlich das staatliche Gütesiegel equalitA für Frauenförderung. Wie sich die Belegschaft im Detail zusammensetzt, veröffentlicht das Haus allerdings nicht.
Die Strategie bis 2028 nennt klare Zielmarken. Mindestens die Hälfte des Neugeschäfts soll auf Klimaziele einzahlen, mindestens ein Fünftel in die ärmsten Länder der Welt fließen und ein Viertel nach Afrika.
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Österreich