


Elf Hilti Stores gibt es in Österreich, von Götzis in Vorarlberg bis Wiener Neustadt. Betrieben werden sie von der Hilti Austria Ges.m.b.H., die seit 1964 im Land ist und ihren Sitz in Wien-Liesing hat. Verkauft wird dabei nicht nur über den Ladentisch: Hilti-Leute fahren raus zu den Kunden auf die Baustelle, beraten dort und bringen Bohrhämmer, Befestigungssysteme oder Brandschutzlösungen gleich mit.
Hinter den Produkten steht eine Gruppe, die 1941 von den Brüdern Martin und Eugen Hilti im liechtensteinischen Schaan gegründet wurde und bis heute von dort geführt wird. Ende 2025 zählte die Hilti Gruppe 34.420 Teammitglieder und kam auf 6,3 Milliarden Schweizer Franken Umsatz. 459 Millionen Franken davon gingen im selben Jahr in Forschung und Entwicklung, gut sieben Prozent des Umsatzes; über 70 neue Produkte und Services kamen auf den Markt. Wer hier im Vertrieb oder im Engineering arbeitet, hat es also mit Technik zu tun, die laufend nachwächst.
Österreich ist für Hilti kein neuer Markt. Das erste Werk außerhalb Liechtensteins ging 1967 im vorarlbergischen Thüringen in Betrieb, und die Wiener Lehrlinge fahren bis heute dorthin auf Werksbesuch. In der Zentrale an der Altmannsdorfer Straße sitzt deutlich mehr als Verwaltung: Neben Finanzen und Personal arbeiten hier Engineering-Teams, das Marketing und der Vertriebsinnendienst.
Drei Lehrberufe bildet Hilti Austria aus. Mechatronikerinnen und Betriebslogistikkaufleute lernen am Standort Leopoldsdorf, Einzelhandelskaufleute in Wien. Lehre mit Matura ist möglich. Die Stadt Wien führt das Unternehmen als TOP-Lehrbetrieb, das Qualitätssiegel läuft bis Ende 2027.
Auf der Karriereseite nennt Hilti Austria eine 4,5-Tage-Woche mit kurzem Freitag, Homeoffice bis zu 40 Prozent der Arbeitszeit und drei zusätzliche Urlaubstage; einmal im Jahr stehen 16 Stunden Arbeitszeit für freiwilliges Engagement zur Verfügung. Wie viele Menschen genau in Österreich für Hilti arbeiten, veröffentlicht das Unternehmen nicht, das WKO-Firmenverzeichnis nennt 285 Beschäftigte. Gewachsen ist zuletzt vor allem das Digitale: Bei der Software stiegen die wiederkehrenden Jahreserlöse 2025 um 28 Prozent.
Altmannsdorferstraße 165
1230 Wien
Österreich