
Über 3.000 Menschen in Tirol haben ein Zuhause auf Zeit, weil die Tiroler Soziale Dienste GmbH es organisiert: Wohnraum, Verpflegung, Beratung. Die meisten sind vor Krieg und Verfolgung geflohen, rund 1.100 von ihnen aus der Ukraine. Rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich um sie – vom ersten Ankommen bis zum Deutschkurs. Träger ist das Land Tirol, das die Gesellschaft zu 100 Prozent hält.
Gegründet wurde die Gesellschaft Ende 2014, den Betrieb nahm sie am 1. April 2015 auf. Davor lag die Flüchtlingsbetreuung direkt beim Land. Aus dieser Auslagerung ist eine eigenständige Organisation mit Sitz in der Sterzinger Straße in Innsbruck und Unterkünften in ganz Tirol geworden. Die Arbeit teilt sich in drei Bereiche. In der Grundversorgung geht es um das Nötigste: Unterbringung, finanzielle Hilfe und Betreuung für Menschen, die neu und oft ohne Sprachkenntnisse im Land sind. Der Bereich Integration setzt danach an, mit Deutschkursen, Lernhilfe für Schülerinnen und Schüler und dem Tiroler IntegrationsKompass, der beim beruflichen Fußfassen begleitet. Der dritte Bereich läuft rund um die Uhr. Dazu gehören Krisenintervention, Notquartiere und Übergangswohnen für Menschen in akuten Notlagen, auch für Wohnungslose. Entsprechend breit ist die Belegschaft aufgestellt. Sozialarbeiterinnen und Betreuer sind in den Unterkünften im Einsatz, Deutschtrainer geben Kurse, dazu kommen Verwaltung, Personalwesen, Qualitätsmanagement und IT in Innsbruck. Finanziert und getragen wird all das vom Land Tirol, die fachliche Aufsicht liegt beim Sozialressort.
Sterzinger Straße 1
6020 Innsbruck
Österreich