
Wer beide Nieren verliert, ist auf die Dialyse angewiesen, oft über Jahre und mehrmals pro Woche. Rund 430 Wienerinnen und Wiener kommen dafür ins Wiener Dialysezentrum in der Donaustadt. Wer hier arbeitet, begleitet dieselben Menschen über lange Zeit, nicht nur über einen einzelnen Termin.
Das Zentrum liegt am Kapellenweg 37 in der Donaustadt, direkt an der U2. 72 Behandlungsplätze stehen dort bereit, zehn weitere im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder im 2. Bezirk. An sechs Tagen die Woche wird behandelt, montags, mittwochs und freitags bis spät in den Abend. Im Mittelpunkt steht die Blutwäsche mit Hämodialyse und Hämodiafiltration. Dazu kommt eine Ambulanz für Menschen, deren Nieren nachzulassen beginnen, und die Begleitung jener, die auf eine Spenderniere warten.
Entstanden ist das Haus 2007, als gemeinnützige Gesellschaft. Dahinter stehen die Stadt Wien und die Österreichische Gesundheitskasse mit je 49 Prozent, dazu der Wiener Konvent der Barmherzigen Brüder. Der Betrieb in der Donaustadt startete im September 2009. In den Jahren davor verdoppelte sich die Zahl der Wiener Dialyseplätze.
Das Team ist überschaubar, rund 85 Menschen. Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte, medizinisch-technisches Personal und die Verwaltung arbeiten eng zusammen, viele davon über Jahre mit denselben Patientinnen und Patienten. Die Dienste sind planbar, Teilzeit ist möglich, für Fortbildung bleibt Raum. Die Tätigkeit ist eigenverantwortlich, das Arbeitsklima gilt als kollegial. Nachtdienste gibt es keine.
Kapellenweg 37
1220 Wien
Österreich