
Knapp 500 Menschen arbeiten bei KSP, rund 60 davon als Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte (LinkedIn-Unternehmensprofil, abgerufen am 08.08.2026). Sie sorgen dafür, dass Unternehmen wie PayPal, Telekom oder Vattenfall zu ihrem Geld kommen, wenn Rechnungen offen bleiben. Anwaltliches Inkasso nennt sich das, und KSP bezeichnet sich darin als Deutschlands führende Kanzlei. Gearbeitet wird in Hamburg an der Kaiser-Wilhelm-Straße und seit 2018 auch im Technologiepark Warnemünde bei Rostock.
Der Kern der Arbeit ist handfest. Eine Forderung bleibt unbezahlt, KSP schreibt an, telefoniert, verhandelt Ratenzahlungen, klagt notfalls und begleitet den Fall bis zur Vollstreckung. Anders als reine Inkassodienstleister steht dahinter immer eine Anwaltskanzlei mit eigener Rechtsberatung. Dazu kommt ein zweites großes Feld: juristische Mengenverfahren, also gleichartige Fälle in großer Zahl, etwa im gewerblichen Mietrecht oder im Verkehrsrecht. Der dritte Bereich ist klassische wirtschaftsrechtliche Beratung. Die Mandanten sind überwiegend große Unternehmen. Ein Energieversorger gehört dazu, ein Zahlungsdienstleister, eine Krankenversicherung, dazu Namen aus Telekommunikation, Handel und Mobilität. Wer hier arbeitet, hat es also mit Fällen zu tun, die im Alltag von Millionen Menschen vorkommen.
Gegründet wurde die Kanzlei 1959 in Hamburg. Seit über 65 Jahren ist die Hansestadt der Hauptsitz geblieben, geführt wird die Rechtsanwaltsgesellschaft mbH heute von fünf Geschäftsführern. Diese Beständigkeit ist für Bewerberinnen und Bewerber kein nebensächliches Detail: Wer sich in ein Rechtsgebiet einarbeitet, tut das bei einem Arbeitgeber, der seit Jahrzehnten im selben Geschäft steht und sein Volumen über die Jahre ausgebaut hat.
Nicht alle hier sind Juristen, im Gegenteil. Im Forderungsmanagement sprechen Mitarbeitende täglich mit Schuldnerinnen und Schuldnern und suchen nach Lösungen, die für beide Seiten funktionieren. In der IT halten Fachinformatiker die Systeme am Laufen, ohne die sich Verfahren in dieser Menge gar nicht bearbeiten ließen. Dazu kommen Rechtsanwaltsfachangestellte, Vertrieb und Verwaltung. Ausgebildet wird im eigenen Haus, unter anderem zu Rechtsanwaltsfachangestellten, Fachinformatikern und Kaufleuten für Büromanagement; Referendarinnen und Referendare können eine Station absolvieren, Schülerinnen und Schüler ein Praktikum machen.
Die Akten sind vollständig digitalisiert, was den Alltag spürbar prägt. Bis zu 60 Prozent der Arbeitszeit lassen sich mobil erledigen, 29 Urlaubstage sind Standard, das Deutschlandticket beziehungsweise ein Fahrtkostenzuschuss kommt dazu. Über eGym Wellpass gibt es eine vergünstigte Firmenfitness, daneben ein betriebliches Gesundheitsmanagement, eine Zahnzusatzversicherung und Sportgruppen vom Segeln bis Badminton. Für die fachliche und persönliche Entwicklung setzt KSP auf Mentoring, Coaching und Talentmanagement. Die Kanzlei beschreibt ihr Miteinander selbst als familiär und fair.
Eine tagesaktuelle Mitarbeiterzahl veröffentlicht KSP nicht; je nach Quelle liegen die Angaben zwischen rund 450 und knapp 500 Beschäftigten. Für den Standort Warnemünde, seit 2018 im Technologiepark, sucht die Kanzlei derzeit unter anderem Rechtsanwaltsfachangestellte und Mitarbeitende für die Telefonie im Forderungsmanagement.
Kaiser-Wilhelm-Straße 40
20355 Hamburg
Deutschland