


Rund 40.000 Menschen mit Flucht- oder Migrationsgeschichte begleitet der Diakonie Flüchtlingsdienst jedes Jahr. Manche stehen am Anfang eines Asylverfahrens, andere suchen eine Wohnung, einen Deutschkurs oder ärztliche Hilfe nach schweren Erfahrungen. Gearbeitet wird in acht der neun österreichischen Bundesländer, und das seit über 30 Jahren.
Die meisten Geschichten beginnen in der Beratung. Juristinnen und Berater begleiten Menschen durch Asyl- und Aufenthaltsverfahren und stehen ihnen bei Behörden zur Seite. Andere Teams kümmern sich darum, dass Familien eine Unterkunft finden und beim Schritt in die eigene Wohnung nicht allein bleiben. In Deutschkursen und beim Nachholen des Pflichtschulabschlusses geht es ums Ankommen im Alltag. Und in den psychotherapeutischen und medizinischen Angeboten um Menschen, die nach Flucht und Gewalt wieder Boden unter den Füßen brauchen. So sitzen unter einem Dach Sozialarbeiterinnen, Rechtsberater, Psychotherapeutinnen, diplomierte Pflegekräfte und Deutschtrainerinnen oft am selben Fall.
Getragen wird das von über 700 hauptberuflichen Mitarbeitenden, dazu kommen etwa ebenso viele Freiwillige. Der Sitz liegt in Wien-Hernals, gearbeitet wird im ganzen Land. Der Flüchtlingsdienst gehört zur Diakonie, einem der größten Träger von Sozial-, Gesundheits- und Bildungseinrichtungen in Österreich, und versteht sich ausdrücklich als Menschenrechtsorganisation. Das prägt den Arbeitsalltag. Es geht nicht nur um den einzelnen Fall, sondern auch darum, sich öffentlich für die Rechte geflüchteter Menschen stark zu machen.
Wer hier einsteigt, landet selten an einem ruhigen Schreibtisch. Allein in Wien verteilt sich die Arbeit auf rund fünfzehn Einsatzorte, weitere Einrichtungen gibt es etwa in Oberwart im Burgenland und in Mödling in Niederösterreich.
Steinergasse 3
1170 Wien
Österreich