
Ihre Inspektorinnen und Inspektoren reisen um die Welt und prüfen nach, dass Uran und Plutonium dort bleiben, wo sie hingehören: in der friedlichen Nutzung. Andere Fachleute der IAEA helfen, mit nuklearer Technik sauberes Trinkwasser in Städte zu bringen, Ernten zu sichern oder Krebs zu behandeln. Seit 1957 arbeitet die Organisation unter dem Leitgedanken „Atoms for Peace“. Der Sitz ist Wien.
Die IAEA ist eine eigenständige internationale Organisation im System der Vereinten Nationen, gegründet 1957 und heute getragen von 181 Mitgliedstaaten. Ihr Auftrag klingt schlicht und ist enorm: dafür zu sorgen, dass Kerntechnik dem Frieden dient und nicht dem Krieg. Rund 2.500 Menschen aus mehr als 100 Ländern arbeiten daran mit, die meisten am Hauptsitz im Wiener Vienna International Centre.
Die Bandbreite der Berufe ist groß. In der Abteilung Safeguards werten Analystinnen Mess- und Satellitendaten aus, während Inspektoren vor Ort in Kernanlagen das Material verifizieren. In den Laboren im niederösterreichischen Seibersdorf und in Monaco untersuchen Wissenschaftler Boden-, Wasser- und Meeresproben. Ärztinnen und Medizinphysiker bringen Strahlentherapie in Länder, in denen der Zugang zur Krebsbehandlung knapp ist. Dazu kommen Ingenieure für Reaktorsicherheit, Juristen, Übersetzer und Verwaltungsfachleute. Sechs Fachdepartments decken das ab, von den Nuklearwissenschaften über Kernenergie und nukleare Sicherheit bis zur technischen Zusammenarbeit mit ärmeren Ländern.
Wer hier anfängt, arbeitet international im Wortsinn. Neben Wien unterhält die Agentur Verbindungsbüros in New York und Genf, Regionalbüros in Toronto und Tokio und ein gemeinsam mit Triest betriebenes Forschungszentrum. Die Gehälter folgen dem einheitlichen System der Vereinten Nationen, das Kollegium kommt aus über hundert Nationen. Geleitet wird die Organisation seit Dezember 2019 von Generaldirektor Rafael Grossi. 2005 erhielt die IAEA gemeinsam mit ihrem damaligen Generaldirektor den Friedensnobelpreis.
Wagramer Straße 5
1220 Wien
Österreich