Die Hochtemperatur-Elektrolyse (HTEL) bietet den höchsten Wirkungsgrad aller bekannten Wasserelektrolysetechnologien, ist aber im Bezug auf die technologische Reife noch weniger weit entwickelt als die Niedertemperaturverfahren. Klassische Zellkonzepte setzen auf keramische Trägerstrukturen, die neben vielen Vorteilen auch Nachteile mit sich bringen, insbesondere bei den thermo-mechanischen Eigenschaften. Daneben existieren Zellkonzepte mit metallischen Trägerstrukturen, die sich durch hohe mechanische Festigkeit auszeichnen, allerdings auch völlig andere Herstellungsverfahren benötigen. Die prävalenten Trägerstrukturen sind Lochbleche oder poröse Sintermetalle, und in beiden Fällen stellt die Korrosion des Trägers eine zentrale Einschränkung der Lebensdauer dar.
Im Rahmen des BMFTR-geförderten Verbundprojekts SOCool soll ein völlig neuer Ansatz zur Herstellung von metallgestützten Festoxidelektrolysezellen (MS-SOEC) entwickelt werden. Das zu etablierende Zellkonzept setzt dabei auf die Trennung der mechanischen Eigenschaften und dem Transport elektronischer Ladungsträger im Substrat und umgeht so das zentrale Problem der Korrosion als Degradationsfaktor. Zur Umsetzung dieses Zellkonzepts müssen Machbarkeitsstudien zur Beschichtung des innovativen Trägers durchgeführt werden. Zentrale Herausforderung ist die Beschichtung von Metallkomponenten mit komplexer Mikrostruktur mit oxidkeramischen Funktionsschichten. Das Ziel ist dabei der Aufbau eines Schichtverbundes mit gradierter Partikelgrößenverteilung, um die Voraussetzungen für die Beschichtung mit einer Elektrolytschicht zu schaffen.
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