
Aus einem Fluss Strom machen: Dafür braucht es die richtige Turbine. Global Hydro Energy entwickelt und baut sie, vom kleinen Bach im Alpental bis zu Anlagen mit vielen Megawatt Leistung. Das Unternehmen sitzt in Niederranna an der Donau und liefert von dort in mehr als 50 Länder.
Kaplan, Pelton, Francis: Die drei klassischen Turbinentypen deckt Global Hydro im Leistungsbereich von 100 Kilowatt bis 30 Megawatt ab. Bei der Maschine bleibt es aber nicht. Die Firma plant ganze Kleinwasserkraftwerke, baut sie, nimmt sie in Betrieb und hält viele davon über Jahrzehnte am Laufen. Dazu kommt die Regel- und Steuerungstechnik aus dem eigenen Haus, mit der sich eine Anlage automatisch fahren und aus der Ferne überwachen lässt. So begleitet das Unternehmen ein Kraftwerk vom ersten Entwurf bis in den täglichen Betrieb.
Gegründet wurde Global Hydro 2002. Heute zählt die Gruppe rund 300 Beschäftigte, der Umsatz lag zuletzt bei etwa 82 Millionen Euro, und der weitaus größte Teil davon entsteht im Ausland (WKO Oberösterreich, Juli 2024). Sieben Tochtergesellschaften betreuen Kunden in über 35 Ländern. Die Referenzen reichen von Anlagen hoch in den Alpen bis zu Kraftwerken in den Tropen. Wer hier einsteigt, arbeitet an Projekten auf mehreren Kontinenten. Wie viele der Beschäftigten am Stammsitz sitzen, macht die Firma allerdings nicht öffentlich.
Die Berufe reichen entsprechend weit. In Niederranna stehen Metalltechniker und Mechatroniker an den Maschinen der Fertigung. Konstrukteure im Engineering rechnen an Strömungen und Wirkungsgraden, bis eine Turbine holt, was sie holen soll. Und wenn ein Kraftwerk ans Netz geht, sind es Monteure und Servicetechniker, die vor Ort anpacken, oft weit weg von zuhause. Dahinter arbeiten Softwareleute an der digitalen Steuerung, dazu Projektleitung, Einkauf und Vertrieb. Ein Industriebetrieb mit weltweiter Reichweite, und das aus einer kleinen Gemeinde im oberösterreichischen Mühlviertel.
Niederranna 41
4085 Eisenstadt
Österreich