
Die meisten Patientinnen und Patienten hier sind über 80. Sie kommen nach einem Sturz, einem Schlaganfall oder einer schweren Infektion in die Geriatrische Fachklinik Georgenhaus in Meiningen, und das Behandlungsziel geht über die Diagnose hinaus: Sie sollen danach wieder selbst aufstehen, essen, sprechen und möglichst nach Hause zurückkehren. 124 stationäre und 19 teilstationäre Betten stehen dafür bereit. Getragen wird die Klinik vom Sozialwerk Meiningen, einem diakonischen Träger mit rund 480 Beschäftigten in Südthüringen.
Am Bett steht selten nur eine Berufsgruppe. Die Logopädin prüft, ob das Schlucken wieder sicher ist, die Physiotherapie arbeitet am ersten selbstständigen Aufstehen, und der Sozialdienst klärt parallel, wie es in der eigenen Wohnung weitergehen kann. Wer aufgenommen wird, ist in der Regel älter als 70 mit mehreren Vorerkrankungen oder älter als 80 und akut auf ein Krankenhaus angewiesen. Für Therapieberufe ist das ein ungewöhnlich großes Feld: Das Deutsche Krankenhausverzeichnis weist für das Haus gut 44 Vollkräfte in Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie aus, dazu rund 71 Pflegevollkräfte und gut elf ärztliche Vollkräfte. Therapie ist hier kein Anhängsel der Medizin, sondern der Kern der Behandlung.
Die Klinik arbeitet seit dem 1. September 1996. Seit 2003 sitzt sie im Georgenkrankenhaus an der Ernststraße, einem Gebäudekomplex von 1903, der unter Denkmalschutz steht und für die geriatrische Nutzung saniert und erweitert wurde. Bis 1995 war das Haus das allgemeine Krankenhaus der Stadt. Auf demselben Gelände liegen heute außerdem eine geriatrische Rehabilitationsklinik mit 30 Betten, eine hausärztliche MVZ-Praxis und ambulante Therapiepraxen. Wer aus der Akutgeriatrie in die Reha oder in die ambulante Arbeit wechseln möchte, muss dafür also nicht den Arbeitgeber wechseln.
Hinter der Klinik steht die Sozialwerk Meiningen gGmbH, eine gemeinnützige Tochter des Sozialwerk Meiningen e. V. und Teil der Diakonie Mitteldeutschland. Neben der Altersmedizin betreibt sie ein stationäres Hospiz sowie Angebote in Jugendhilfe, Suchthilfe und Sozialpsychiatrie, verteilt auf Meiningen, Wasungen, Bad Salzungen und Zella-Mehlis. Gewachsen ist der Träger seit Mitte der 2000er Jahre von 190 auf 480 Beschäftigte, der Jahresumsatz stieg im selben Zeitraum von sechs auf rund 30 Millionen Euro (Stand 2025, laut Bericht von inSüdthüringen im Januar 2026). Wie viele Mitarbeitende davon auf das Georgenhaus entfallen, weist der Träger nicht gesondert aus. Seit Januar 2026 führt Sebastian Wehlisch die Geschäfte; zum selben Zeitpunkt übernahm Silva Bülow, Fachärztin für Innere Medizin mit Schwerpunkten in Geriatrie, Diabetologie und Palliativmedizin, die Chefarztposition.
Bezahlt wird nach den Arbeitsvertragsrichtlinien der Diakonie Mitteldeutschland, mit 13. Monatsgehalt und zusätzlicher Altersversorgung. Ausgebildet wird im eigenen Haus, unter anderem in der generalistischen Pflegeausbildung und in der Heilerziehungspflege, begleitet von einer zentralen Praxisanleitung. Parallel stellt die Klinik ihre Abläufe im Rahmen des Krankenhauszukunftsgesetzes auf digitale Dokumentation um, gefördert aus Mitteln von Bund und EU. Zuletzt wurden im Georgenhaus 1.734 Menschen vollstationär behandelt.
Ernststraße 7
98617 Meiningen
Deutschland

Die meisten Patientinnen und Patienten hier sind über 80. Sie kommen nach einem Sturz, einem Schlaganfall oder einer schweren Infektion in die Geriatrische Fachklinik Georgenhaus in Meiningen, und das Behandlungsziel geht über die Diagnose hinaus: Sie sollen danach wieder selbst aufstehen, essen, sprechen und möglichst nach Hause zurückkehren. 124 stationäre und 19 teilstationäre Betten stehen dafür bereit. Getragen wird die Klinik vom Sozialwerk Meiningen, einem diakonischen Träger mit rund 480 Beschäftigten in Südthüringen.
Am Bett steht selten nur eine Berufsgruppe. Die Logopädin prüft, ob das Schlucken wieder sicher ist, die Physiotherapie arbeitet am ersten selbstständigen Aufstehen, und der Sozialdienst klärt parallel, wie es in der eigenen Wohnung weitergehen kann. Wer aufgenommen wird, ist in der Regel älter als 70 mit mehreren Vorerkrankungen oder älter als 80 und akut auf ein Krankenhaus angewiesen. Für Therapieberufe ist das ein ungewöhnlich großes Feld: Das Deutsche Krankenhausverzeichnis weist für das Haus gut 44 Vollkräfte in Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie aus, dazu rund 71 Pflegevollkräfte und gut elf ärztliche Vollkräfte. Therapie ist hier kein Anhängsel der Medizin, sondern der Kern der Behandlung.
Die Klinik arbeitet seit dem 1. September 1996. Seit 2003 sitzt sie im Georgenkrankenhaus an der Ernststraße, einem Gebäudekomplex von 1903, der unter Denkmalschutz steht und für die geriatrische Nutzung saniert und erweitert wurde. Bis 1995 war das Haus das allgemeine Krankenhaus der Stadt. Auf demselben Gelände liegen heute außerdem eine geriatrische Rehabilitationsklinik mit 30 Betten, eine hausärztliche MVZ-Praxis und ambulante Therapiepraxen. Wer aus der Akutgeriatrie in die Reha oder in die ambulante Arbeit wechseln möchte, muss dafür also nicht den Arbeitgeber wechseln.
Hinter der Klinik steht die Sozialwerk Meiningen gGmbH, eine gemeinnützige Tochter des Sozialwerk Meiningen e. V. und Teil der Diakonie Mitteldeutschland. Neben der Altersmedizin betreibt sie ein stationäres Hospiz sowie Angebote in Jugendhilfe, Suchthilfe und Sozialpsychiatrie, verteilt auf Meiningen, Wasungen, Bad Salzungen und Zella-Mehlis. Gewachsen ist der Träger seit Mitte der 2000er Jahre von 190 auf 480 Beschäftigte, der Jahresumsatz stieg im selben Zeitraum von sechs auf rund 30 Millionen Euro (Stand 2025, laut Bericht von inSüdthüringen im Januar 2026). Wie viele Mitarbeitende davon auf das Georgenhaus entfallen, weist der Träger nicht gesondert aus. Seit Januar 2026 führt Sebastian Wehlisch die Geschäfte; zum selben Zeitpunkt übernahm Silva Bülow, Fachärztin für Innere Medizin mit Schwerpunkten in Geriatrie, Diabetologie und Palliativmedizin, die Chefarztposition.
Bezahlt wird nach den Arbeitsvertragsrichtlinien der Diakonie Mitteldeutschland, mit 13. Monatsgehalt und zusätzlicher Altersversorgung. Ausgebildet wird im eigenen Haus, unter anderem in der generalistischen Pflegeausbildung und in der Heilerziehungspflege, begleitet von einer zentralen Praxisanleitung. Parallel stellt die Klinik ihre Abläufe im Rahmen des Krankenhauszukunftsgesetzes auf digitale Dokumentation um, gefördert aus Mitteln von Bund und EU. Zuletzt wurden im Georgenhaus 1.734 Menschen vollstationär behandelt.
Ernststraße 7
98617 Meiningen
Deutschland