
Rund 600 Menschen arbeiten im Kreiskrankenhaus Alsfeld. Damit ist das Haus an der Schwabenröder Straße der größte Arbeitgeber der Stadt. Gesellschafter ist der Vogelsbergkreis, und für den ländlichen Vogelsberg trägt diese Klinik die stationäre Grund- und Regelversorgung. Seit Herbst 2025 entsteht auf dem Gelände ein kompletter Neubau für knapp 100 Millionen Euro.
Behandelt wird in acht Fachabteilungen auf 149 Betten. In der Inneren Medizin liegen die Schwerpunkte auf Gastroenterologie und Kardiologie, in der Unfallchirurgie und Orthopädie operieren Spezialistinnen und Spezialisten für Hand-, Schulter- und Fußchirurgie. Dazu kommen eine eigene Geriatrie, eine HNO-Klinik und die Gefäßchirurgie. Ein angeschlossenes MVZ-Facharztzentrum deckt die ambulante Seite ab. Hinter dem Betrieb stehen laut Deutschem Krankenhausverzeichnis rund 42 Ärztinnen und Ärzte, etwa 149 Pflegekräfte und rund 46 Beschäftigte in therapeutischen Berufen.
Das Haus ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Philipps-Universität Marburg. Medizinstudierende absolvieren hier Famulaturen und Abschnitte des Praktischen Jahres, in mehreren Abteilungen bestehen ärztliche Weiterbildungsbefugnisse. Ausgebildet wird auch in der Pflege, und zwar im eigenen Haus: Die Vogelsberger Akademie für Gesundheitsberufe unterrichtet seit über 60 Jahren und ist mit 80 Ausbildungsplätzen eine der größten Ausbildungsstätten im Vogelsbergkreis. Der neue Kurs zur Pflegefachfrau beziehungsweise zum Pflegefachmann startet jeweils am 1. Oktober, ab Oktober 2027 kommt eine 18-monatige Pflegeassistenzausbildung dazu. Wer in den OP oder die Anästhesie möchte, kann die OTA- oder ATA-Ausbildung machen, mit Theorieunterricht an kooperierenden Schulen.
Die Klinik wirbt mit einer familiären Atmosphäre und kurzen Wegen, was bei dieser Hausgröße nachvollziehbar ist: Man kennt die Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Abteilungen persönlich. Wer von weiter weg kommt, findet Personalwohnungen direkt auf dem Gelände, das Essen in der Cafeteria ist bezuschusst, Teilzeitmodelle sind möglich. Frankfurt, Kassel und Fulda liegen jeweils etwa eine Autostunde entfernt. Konkrete Angaben zur Vergütung veröffentlicht das Haus nicht, das klärt sich im Bewerbungsgespräch.
Das Krankenhaus selbst verweist auf eine über 700 Jahre zurückreichende Tradition der Krankenversorgung in Alsfeld. Die nächste Etappe ist bereits terminiert. Das Land Hessen steuert 46 Millionen Euro zum Neubau bei, der Kreis 43 Millionen als Darlehen, das Krankenhaus selbst 8 Millionen. Bezogen werden soll der viergeschossige Bau im Oktober 2028: 128 Betten, davon acht auf der Intensivstation und 48 in der Geriatrie, dazu drei Operationssäle.
Schwabenröder Straße 81
36304 Alsfeld
Deutschland