
Vier eigene Rechenzentren in Hamburg, Düsseldorf und Köln bilden die Grundlage des Geschäfts von plusserver. Dort liegen die Daten von rund 2.000 Kunden, vom Krankenhaus bis zum Onlinehändler. Wer hier arbeitet, hält Infrastruktur am Laufen, auf die sich diese Organisationen jeden Tag verlassen. Gegründet wurde das Unternehmen 1999 in Köln, wo bis heute die Zentrale sitzt.
plusserver stellt Rechenleistung bereit und betreibt sie auch: Cloud-Plattformen, dedizierte Server, Colocation und den laufenden Betrieb dazu. Der Anspruch dahinter lässt sich in einem Satz sagen. Die Daten der Kunden sollen deutsches Recht nicht verlassen. Das Unternehmen zählt zu den Gründungsmitgliedern der europäischen Cloud-Initiative Gaia-X und hat mit der pluscloud open eine Plattform aufgebaut, die auf dem quelloffenen Sovereign Cloud Stack beruht. Für Behörden, Kliniken oder Versicherer ist genau das oft der Grund, sich gegen die großen US-Anbieter zu entscheiden.
Die Zahlen dahinter sind übersichtlich und belastbar: Mehr als 330 Mitarbeitende betreuen die rund 2.000 Kundenkonten (Unternehmensangabe, IT-BUSINESS, Juli 2025). Die Rechenzentren tragen ISO 27001 und ISO 9001, dazu das BSI-C5-Testat vom Typ 2, das im deutschen Cloud-Umfeld als strengster Prüfmaßstab gilt. Die beiden Rechenzentrumsregionen Nord und West liegen über 300 Kilometer auseinander, damit ein Ausfall an einem Ort den anderen nicht mitreißt. Betrieben wird alles nach Angaben des Unternehmens mit 100 Prozent Naturstrom, was jährlich etwa 8.000 Tonnen CO2 einspart. Umsatzzahlen veröffentlicht plusserver nicht.
Die Arbeit verteilt sich auf sehr unterschiedliche Profile. Im Kundenservice sitzen Teams, die rund um die Uhr erreichbar sind, per Telefon, Chat und Mail. Ein paar Türen weiter automatisieren Software- und DevOps-Engineers Deployments, während Security-Architektinnen und Datenschutzfachleute prüfen, was in einer souveränen Cloud technisch und rechtlich halten muss. Netzwerktechnik, Datenbank-Engineering und Cloud-Architektur kommen dazu, ebenso kaufmännische Rollen in Köln, wo eine Mitarbeiterin der Kreditorenbuchhaltung inzwischen ihr 20. Jahr im Haus verbringt.
Wer einsteigen will, muss nicht schon Profi sein: Ausgebildet wird an mehreren Standorten, von Köln über Hamburg und Dresden bis nach Ostwestfalen, jeweils gemeinsam mit den örtlichen Industrie- und Handelskammern. Rund 90 Prozent der Auszubildenden werden laut Unternehmen übernommen. Für alle gilt hybrides Arbeiten mit vollständiger Homeoffice-Ausstattung, 30 Urlaubstage plus einen freien 24. Dezember sowie Weiterbildung über Seminare, Sprachkurse und Udemy for Business. Ausgeschrieben sind derzeit unter anderem Stellen in der Rechenzentrums-Netzwerktechnik, gleichzeitig für Dresden, Hamburg und Köln.
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