
Rund 450 Menschen arbeiten für die Stadtgemeinde Klosterneuburg. Die einen sitzen im Rathaus am Rathausplatz, die anderen stehen in einer Kindergartengruppe oder fahren im Jänner um vier Uhr früh den Streudienst. Verwaltung, Handwerk und Sozialbereich, so beschreibt die Stadt ihre Belegschaft selbst. Versorgt wird damit die drittgrößte Stadt Niederösterreichs.
Klosterneuburg beginnt direkt an der Wiener Stadtgrenze und hört erst gut 76 Quadratkilometer später auf. Sechs Katastralgemeinden gehören dazu, von Kritzendorf an der Donau über Kierling und Weidling bis Maria Gugging. Die Stadtmitte liegt auf 192 Metern, der höchste Punkt am Exelberg auf 515. Eine Gemeinde dieser Ausdehnung führt nicht nur ein Meldeamt: Sie erhält 280 Kilometer Straßen samt öffentlicher Beleuchtung, sie betreibt Kindergärten quer über das Stadtgebiet und ist Schulerhalterin für sechs Volksschulen, zwei Mittelschulen und eine Allgemeine Sonderschule. Diese Zahlen stehen auf der Faktenseite der Stadt, Stand September 2025, gemeinsam mit 28.379 Hauptwohnsitzen.
Wie unterschiedlich die Berufsbilder sind, sieht man am Wirtschaftshof in der Wiener Straße. Straßenreinigung und Winterdienst laufen von dort, ebenso die Pflege von Parks, Spielplätzen und Bächen, dazu der Recyclinghof und die Kompostanlage am Haschhof. Auch der Baumkataster der Stadt wird hier geführt. Im Juli 2026 suchte genau dieses Team einen Elektriker. Wenige Wochen davor waren zwei Stellen in der Kinderbetreuung offen, eine davon im Kindergarten Langstögergasse.
Ausgeschrieben wird auf der eigenen Seite, und die heißt „Jobs & Lehrlingsstellen“. Die Stadt bildet also auch Lehrlinge aus, veröffentlicht dazu aber keine Zahl. Bewerbungen gehen an die Personalabteilung im Rathaus. Wer hier anfängt, arbeitet für einen Dienstgeber, der nicht übersiedelt. Der Kanal muss laufen, der Kindergarten muss aufsperren, und beides erledigt keine Zentrale in einem anderen Bundesland.
An der Spitze steht seit Jänner 2024 Bürgermeister Christoph Kaufmann. Für 2026 hat er Bildung, Sicherheit und Naturschutz als Schwerpunkte ausgegeben. Gebaut werden unter anderem zwei neue Kindergärten, einer in der Kreuzergasse und einer auf dem früheren Weilguni-Areal, dazu ein neuer Wirtschaftshof in der Schüttau.
Rathausplatz 1
3400 Klosterneuburg
Österreich