
Rund 5.000 Menschen entwickeln, produzieren und verkaufen bei Zumtobel Licht. Gegründet 1950 in Dornbirn, ist aus dem Vorarlberger Familienbetrieb ein börsennotiertes Unternehmen mit Fertigung auf drei Kontinenten und Vertriebs- und Partnergesellschaften in rund 90 Ländern geworden. Die Marken heißen Zumtobel, Thorn und Tridonic. Gearbeitet wird an Beleuchtung für Museen und Operationssäle, für Bürogebäude, Straßen und Sportanlagen.
Firmenrechtlich heißt die Gesellschaft heute Zumtobel Group AG mit Sitz in Dornbirn; Zumtobel AG war der frühere Name derselben Aktiengesellschaft. Das Geschäft steht auf zwei Beinen. Im Segment Lighting entstehen Leuchten und Lichtsysteme: unter der Marke Zumtobel für Innenräume wie Museen, Kliniken und Büros, unter Thorn für Außenanwendungen wie Straßen und Sportstätten. Das zweite Bein ist Tridonic. Dort werden LED-Module, Betriebsgeräte und Lichtsteuerungstechnik entwickelt, die andere Leuchtenhersteller in ihre eigenen Produkte einbauen. Zu den Kunden zählen damit sowohl Architektinnen, Lichtplaner und Elektroinstallationsbetriebe als auch Industrieunternehmen und Kommunen. Nach eigener Darstellung ist die Gruppe europäischer Marktführer bei professionellen Lichtlösungen und Nummer zwei bei Lichtkomponenten in Europa.
Die Größenordnung ist belegt: Im Geschäftsjahr 2025/26, das Ende April 2026 endete, lag der Konzernumsatz bei 1.040,4 Millionen Euro, davon 832,3 Millionen im Leuchtengeschäft und 266,4 Millionen bei den Komponenten. Das Marktumfeld war laut Vorstand fordernd, der bereinigte Betriebserfolg blieb mit 42,4 Millionen Euro und einer Marge von 4,1 Prozent aber positiv. An der Wiener Börse ist das Unternehmen seit 2006 notiert, die Gründerfamilie ist weiterhin im Aufsichtsrat vertreten und stellt mit Karin Zumtobel-Chammah dessen Vorsitzende. Geführt wird der Konzern von einem vierköpfigen Vorstand unter CEO Alfred Felder. Wie viele Produktionsstandorte es aktuell genau sind, wird in älteren und neueren Veröffentlichungen unterschiedlich angegeben; die Fertigung verteilt sich jedenfalls auf drei Kontinente.
Die Berufsbilder reichen weit über Elektrotechnik hinaus. In der Entwicklung geht es um Lichtquellen, Optik, Betriebsgeräte und Lichtsteuerung, in den Werken stehen Kunststofftechniker und Mechatroniker an den Maschinen, dazu kommen kaufmännische Felder von Einkauf und Supply Chain bis Produktmanagement und Vertrieb. Weil Produkte, Marken und Kunden international verteilt sind, arbeiten viele Teams über Landesgrenzen hinweg; Hochschulabsolventinnen und -absolventen können über ein International Graduate Program mehrere Abteilungen, Marken und Standorte durchlaufen. Ausgebildet wird im eigenen Haus, unter anderem in Mechatronik, Kunststofftechnik, Elektrotechnik, IT-Systemtechnik und Betriebslogistik, je nach Beruf dreieinhalb bis vier Jahre lang. Die Lehrwerkstätte steht am Gründungsstandort in der Höchsterstraße 8 in Dornbirn.
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