

GFM baut in Steyr Maschinen, die glühende Stahlblöcke in Sekunden zu präzisen Wellen und Stangen schmieden. Radialschmiedeanlagen heißen sie, und über 2.400 davon laufen heute in mehr als 60 Ländern. In den Nischen, in denen das Unternehmen tätig ist, ist es Weltmarktführer. Gegründet wurde es 1945, und produziert wird bis heute an derselben Adresse an der Ennser Straße.
Das Kerngeschäft sind Radialschmiedemaschinen. Vier Hämmer schlagen synchron auf einen erhitzten Metallblock und formen ihn zu Stangen, Wellen oder Rohren. Verarbeitet wird, was schwer zu bearbeiten ist: hochlegierte Stähle, Titan, Superlegierungen. Ein Teil der Anlagen geht in die Stahlindustrie, ein anderer in die Automobilbranche, wo GFM auch Maschinen zum Fräsen von Kurbel- und Nockenwellen liefert. Dazu kommen Ultraschall-Schneidanlagen und Automationstechnik für Faserverbundwerkstoffe, wie sie der Flugzeugbau braucht. Rund 400 Menschen arbeiten für die Gruppe, die meisten davon in Steyr. Tochterfirmen in Virginia (American GFM, seit 1977) und in Großbritannien (seit 1992) tragen das Geschäft in die wichtigen Exportmärkte; 2021 übernahm GFM die Mehrheit am deutschen Composites-Spezialisten Cevotec. Wer hier anfängt, entwickelt Sondermaschinen, die es so kein zweites Mal gibt. In der Konstruktion planen Ingenieure die nächste Anlagengeneration, in der Werkstatt bauen Zerspanungstechniker, Elektroniker und Monteure sie zusammen. Lehrlinge bildet GFM in drei Richtungen aus: Metalltechnik, Elektrotechnik und Maschinenbau, wobei die ersten neun Monate gemeinsam mit dem Nachbarbetrieb Steyr Automotive absolviert werden. Das Unternehmen ist in dritter Generation in Familienbesitz und fertigt nach über 80 Jahren noch immer am Gründungsstandort. Zum Arbeitsalltag gehören ein bezuschusstes Mittagessen mit vegetarischer Option, ein Fitnessraum samt Kegelbahn und ein Betriebsarzt, der wöchentlich ins Haus kommt. Detaillierte Umsatzzahlen legt das Familienunternehmen nicht öffentlich vor.
Ennser Straße 14
4403 Steyr
Österreich