
Rund 1.000 Menschen arbeiten beim Sozialhilfeverband Linz-Land. Die meisten von ihnen pflegen und betreuen ältere Menschen, andere kochen, beraten oder halten in der Verwaltung den Betrieb am Laufen. Getragen wird der Verband von allen 22 Gemeinden des Bezirks Linz-Land, die ihre sozialen Aufgaben hier gemeinsam erfüllen.
Der Kern der Arbeit sind neun Zentren für Betreuung und Pflege, verteilt über den Bezirk in Orten wie Enns, Leonding und Traun. Dort leben und werden Menschen versorgt, die im Alltag nicht mehr allein zurechtkommen. Doch die Arbeit endet nicht an der Heimtür. Hauskrankenpflege, mobile Betreuung, Tageszentren und die Sozialberatung kümmern sich um jene, die zu Hause Unterstützung brauchen. Auch Familienhilfe sowie Kinder- und Jugendhilfe gehören zum Aufgabenkreis. In den Häusern stehen Pflegekräfte und Heimhilfen an den Betten, in der Küche und Hauswirtschaft wird der Betrieb versorgt, und in der Geschäftsstelle laufen Personal, Finanzen und Beratung zusammen. Als Gemeindeverband mit eigener Rechtspersönlichkeit steht der Sozialhilfeverband auf einer gesetzlichen Grundlage, dem Oö. Sozialhilfegesetz. Das prägt auch den Arbeitsplatz. Bezahlt wird nach dem Oö. Gemeinde-Dienst- und Gehaltsgesetz, Vordienstzeiten werden angerechnet, externe Weiterbildungen übernimmt der Verband samt Reisekosten. Wer in der Pflege arbeitet, muss sich um die Zukunft wenig Sorgen machen. Bezirkshauptmann und Verbandsobmann Manfred Hageneder rechnet damit, dass der Pflegebedarf in Linz-Land bis 2040 um 56 Prozent steigt. Der Verband bildet deshalb seit über fünfzehn Jahren selbst Pflegeassistentinnen und Pflegehelfer aus.
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