
Blutplasma rettet Leben, aber nur, wenn es jemand sammelt. Genau das macht Europlasma seit den 1980er-Jahren, an Standorten in ganz Österreich, von Wien über St. Pölten bis Leoben und Oberwart. In den Spendezentren kümmern sich medizinische Teams um die Spenderinnen und Spender: Sie klären die Eignung ab, begleiten die Spende und achten darauf, dass alles sicher abläuft.
Aus jeder Spende wird Rohstoff für Medikamente. Die Weiterverarbeitung übernimmt LFB, der französische Mutterkonzern, zu dem Europlasma seit 2010 gehört. LFB stellt daraus Präparate für Menschen mit Immunschwächen her, für Patienten mit Gerinnungsstörungen und für die Intensivmedizin. Der Konzern steht in staatlichem Besitz, beschäftigt europaweit mehr als 2.000 Menschen und bringt seine Arzneimittel in über 30 Länder. Für die Belegschaft in Österreich heißt das: ein Arbeitgeber mit Wiener Sitz und kurzen Wegen, der zugleich zu einem internationalen Verbund gehört.
Das Netz ist über die Grenzen hinausgewachsen. 26 Spendezentren betreibt die Gruppe inzwischen in drei Ländern, neben Österreich auch in Tschechien und Deutschland. Das erste deutsche Zentrum eröffnete 2024 in Offenbach am Main, weitere sollen folgen.
Die Arbeit selbst spielt sich vor allem in den Zentren ab. Ärztinnen und Ärzte entscheiden, ob jemand spenden darf. Pflegekräfte und medizinisch geschultes Personal begleiten die Spende, die rund eine Stunde dauert. Im Labor und in der Qualitätssicherung wird geprüft, ob jede Spende den strengen Vorgaben für Arzneimittel genügt. Für viele dieser Stellen ist eine medizinische Ausbildung die Grundlage. Gebraucht werden aber auch Leute für Empfang, Terminplanung und Verwaltung. Wie viele Menschen in den österreichischen Zentren arbeiten, weist das Unternehmen öffentlich nicht aus.
In Österreich sammelt Europlasma seit fast vierzig Jahren Plasma, der Firmensitz ist über die Jahre in Wien geblieben. Aus dem, was hier an einem Vormittag gespendet wird, werden anderswo Medikamente.
Alserbachstraße 18
1090 Wien
Österreich