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Rund 108 Millionen Euro Kirchenbeitrag kommen in Oberösterreich Jahr für Jahr zusammen, und ein großer Teil davon läuft über die Schreibtische in der Hafnerstraße 18 in Linz. Hier arbeitet die Diözesanfinanzkammer, der Finanz- und Verwaltungsbereich der katholischen Kirche in Oberösterreich. Buchhalterinnen, Juristen, Controllerinnen und IT-Fachleute sorgen dafür, dass die Beiträge dort ankommen, wo sie gebraucht werden, und dass 486 Pfarren ihre Verwaltung im Griff behalten.
Die Kernaufgabe klingt nüchtern und ist doch das finanzielle Rückgrat der Kirche in der Region. Kirchenbeitrag einheben, Rechnungswesen führen, Recht und Liegenschaften betreuen. Das Kirchenbeitragsreferat koordiniert jene Beiträge, aus denen 2024 gut drei Viertel der diözesanen Einnahmen von rund 146 Millionen Euro stammten. Andere Abteilungen nehmen den Pfarren Verwaltungsarbeit ab, die sich zentral günstiger und verlässlicher erledigen lässt, etwa Buchhaltung und Personalverrechnung. Wer hier arbeitet, hält den Betrieb einer Organisation am Laufen, die weit über die eigenen Büros hinausreicht.
Anfang 2023 hat sich die Diözese neu geordnet. Aus der früheren Finanzkammer wurde der Diözesane Dienst Finanzen und Verwaltung unter Finanzdirektor Reinhold Prinz. Auf den Stellenausschreibungen steht oft noch der vertraute Name Diözesanfinanzkammer. Geblieben ist die Bandbreite der Berufe. In Buchhaltung und Controlling werden Zahlen geprüft, die Rechtsabteilung betreut Verträge und Immobilien, IT-Fachleute halten die Systeme am Laufen, und Beraterinnen kümmern sich um die Anliegen der Pfarren. Der Sitz ist Linz, die Beratungsstellen für den Kirchenbeitrag verteilen sich über ganz Oberösterreich.
Als Arbeitgeber gehört die Diözesanfinanzkammer zu den größeren Adressen in Oberösterreich. Die Karriereplattform karriere.at führt sie in der Kategorie 101 bis 500 Beschäftigte; in der gesamten Diözese Linz arbeiten rund 1.170 Menschen. Es gilt ein eigener kirchlicher Kollektivvertrag, dazu kommen geförderte Aus- und Weiterbildung, Homeoffice und eine Essenszulage. Die Diözese selbst wurde 1785 errichtet und finanziert ihre Verwaltung bis heute vor allem aus den Beiträgen ihrer Mitglieder. Eine eigene Beschäftigtenzahl allein für den Finanzbereich weist die Diözese nicht gesondert aus.
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