
2.753 Kilometer Landesstraßen und 1.974 Brücken hält eine einzige Abteilung dieses Hauses instand. In anderen Abteilungen führen Juristinnen Naturschutzverfahren, kümmern sich Fachleute um Gesundheit und Pflege, betreut ein eigener Bereich Kunst und Kultur. Rund 4.000 Menschen arbeiten für das Land Kärnten, das damit zu den größten Arbeitgebern des Bundeslandes zählt. Die zentrale Adresse ist der Arnulfplatz in Klagenfurt am Wörthersee, gearbeitet wird aber im ganzen Land.
Das Amt der Kärntner Landesregierung führt die Verwaltung des Landes und erledigt zugleich jene Aufgaben, die der Bund den Ländern überträgt. Aufgebaut ist es aus der Landesamtsdirektion, zehn Fachabteilungen und dem Verfassungsdienst. Die Spannweite ist groß. In der Abteilung Straßen und Brücken planen Bautechnikerinnen Sanierungen, während Straßenwärter im Winter die Fahrbahnen freihalten; rund 620 Beschäftigte arbeiten allein hier, mit regionalen Dienststellen in Spittal, Villach, Klagenfurt und Wolfsberg. Ein paar Stockwerke weiter geht es um Wohnen, Gemeinden oder Klimaschutzkoordination. Dazu kommen die acht Bezirkshauptmannschaften von Hermagor bis Völkermarkt, über die die Verwaltung in der Fläche erreichbar bleibt.
Entsprechend breit sind die Berufsgruppen. Das Land sucht Menschen aus Verwaltung und Recht ebenso wie aus Technik, IT, Sozialarbeit, Gesundheit und Pädagogik. Wer direkt nach der Schule einsteigen will, findet 18 Lehrberufe, die das Land selbst ausbildet, vom Verwaltungsassistenten bis zu technischen Berufen im Straßenerhaltungsdienst; die Lehrstellen werden einmal jährlich im Februar ausgeschrieben, und eine Lehre mit Matura ist möglich.
Weitergebildet wird im eigenen Haus. Die Kärntner Verwaltungsakademie am Bahnhofplatz in Klagenfurt arbeitet auf Grundlage eines eigenen Landesgesetzes und bietet ihr Jahresprogramm nicht nur Landes-, sondern auch Gemeindebediensteten an, von Führungskräfteseminaren bis zu Sprachkursen. Wer über Jahre bleibt, kann die Richtung wechseln, ohne den Arbeitgeber zu wechseln.
Bei den Arbeitsbedingungen nennt das Land selbst Gleitzeitmodelle, bis zu vier Telearbeitstage im Monat und die Möglichkeit eines Sabbaticals von sechs bis zwölf Monaten nach mindestens drei Dienstjahren. Das Audit "berufundfamilie" hat dem Amt 2023 das Grundzertifikat als familienfreundlicher Arbeitgeber erteilt, 2025 folgte die nächste Zertifizierungsstufe, gültig bis 2028. Eine nach Berufsgruppen aufgeschlüsselte Personalstatistik veröffentlicht das Land nicht; die publizierten Gesamtzahlen liegen bei rund 4.000 Beschäftigten.
Beworben wird ausschließlich online über das Bewerberportal, mit Lebenslauf und Zeugnissen. Ein Motivationsschreiben ist nicht verpflichtend, wird laut Land aber gern gesehen. Nach der Sichtung der Unterlagen laden die Abteilungen die zehn bestgereihten Kandidatinnen und Kandidaten zum Gespräch. Jeden Donnerstag kommen neue Ausschreibungen dazu.
Arnulfplatz 1
9020 Klagenfurt am Wörthersee
Österreich