
Kennzeichnen ist das Geschäft der ECM-Bergauer GmbH in Thalheim bei Wels. Das Unternehmen druckt Etiketten im eigenen Haus und liefert die Technik dazu, etwa Inkjet-Anlagen und Lasersysteme, mit denen Hersteller ihre Produkte und Verpackungen beschriften. Angefangen hat das 1985. Seit Februar 2025 firmiert die Gesellschaft als ECM Label Production GmbH, geführt wird die Marke ECM unverändert weiter.
Wer bei ECM arbeitet, sieht das Ergebnis im Supermarktregal und in der Fabrikshalle. Aus der Produktion in Thalheim kommen Etiketten für Lebensmittel- und Kosmetikhersteller; parallel dazu verkauft und wartet das Unternehmen Codier- und Etikettiersysteme bei Kunden in Pharma, Elektronik und Industrie. Das sind zwei sehr unterschiedliche Arbeitswelten unter einem Dach. In der Druckerei geht es um Materialien, Klebstoffe und Farbtreue, im Service um Anlagen, die beim Kunden zuverlässig laufen müssen. Entsprechend breit ist das Berufsspektrum: Druck- und Produktionstechnik, technischer Außendienst, Konstruktion und Anlagenbau, dazu Vertrieb und Innendienst.
Die Gesellschaft steht nicht allein. An derselben Adresse in der KTM-Straße arbeiten die ECM-Marking Solutions GmbH, die Kennzeichnungs- und Verpackungssysteme vertreibt, und die ECM-Engineering GmbH, die seit 2005 im Firmenbuch eingetragen ist, unter dem Dach der ECM Holding GmbH. Ein Wechsel zwischen Produktion, Technik und Projektgeschäft ist damit im selben Haus möglich, ohne den Arbeitgeber wechseln zu müssen.
Geführt wird das Unternehmen von Birgit Beate Trunkenpolz, die seit 2008 in der Geschäftsführung steht, gemeinsam mit Hubert Trunkenpolz. Die Holding gehört der Familie Trunkenpolz, an der Etikettenproduktion hält zusätzlich die RATTPACK & Co OG gut ein Viertel der Anteile. Das ist ein familiengeführter Betrieb mit einem industriellen Partner im Rücken, keine anonyme Konzerntochter.
Die Größenordnung ist überschaubar: Das WKO-Firmenverzeichnis weist rund 20 Beschäftigte aus (abgerufen 10.08.2026). In einem Haus dieser Größe kennt man die Kolleginnen und Kollegen aus der Nachbarabteilung. Zu Gehaltsmodellen und Zusatzleistungen veröffentlicht das Unternehmen öffentlich wenig, danach fragt man am besten direkt im Bewerbungsgespräch. Die Exportquote liegt bei rund zehn Prozent, der weitaus größte Teil der Etiketten bleibt also in Österreich.
P.-B.-Rodlbergerstraße 59
4600 Thalheim bei Wels
Österreich